151. Tag (on trail und West Yellowstone ) So 13.09.2015

Wir rappeln uns, gegen unsere Gewohnheit,  früh am Morgen auf, noch im Dunkeln. Grund dafür: Boston Bones Knieproblem hat sich nicht verbessert und  wir wollen so früh wie möglich den Highway erreichen um nach Old Faithful Village und anschließend nach West Yellowstone zu trampen um seinem Knie ein paar Tage Ruhe zu gönnen.

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Stundenlang laufen wir am Heart Lake entlang bevor wir, nahe einer Rangerstation, ins Tal des Witch Creek einbiegen.

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Blick auf Heart Lake

Der freundliche Ranger, den wir dort treffen, gibt uns jede Menge nützliche Tipps und Infos zum Yellowstone Park,  zum Waldbrand, der nun nur noch knapp 30 Kilometer entfernt ist und zum All-You-Can-Eat Buffet im Old Faithful Inn. Hunger!!!
🙂
Angespornt von der Aussicht auf reichlich Essen geht es zügig voran.
Doch schon bald halten wir wieder an. Einige hundert Meter entfernt grast eine Elchkuh mit zwei Jungtieren. Da gehen wir doch gerne das Risiko ein, das Buffet zu verpassen und beobachten lieber die kleine Familie. Etwas weiter den Witch Creek hinauf entscheiden wir uns erneut für eine Pause, denn hier fließt dem Bach heisses Wasser aus den thermalen Quellen des Heart Lake Geysir Basin zu. Wasserdampf steigt von der Wasseroberfläche auf. Vorsichtig halte ich die Finger ins Wasser… super, es ist mollig warm. Also Klamotten runter und rein ins warme Bad. Herrlich! Um uns herum herbstlich kühle Morgenluft, goldgelbes Laub, Berge, … und wir lassen einfach nur das warme Wasser an uns vorbeiströmen, entspannen und geniessen die wunderschöne Aussicht. Wellness im Yellowstone Park! Kostenlos!

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Irgendwann müssen wir dann leider doch wieder weiter, vorbei an heißen Quellen,

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Heisse Quelle

Fumarolen (Löcher und Spalten im Fels, aus denen heisser Dampf entweicht) und Wasserfällen.
An vielen Stellen des Trails strahlt der Felsboden Wärme ab, die wir im vorbeigehen auf unserer Haut spüren.

Am Highway nimmt uns ein Inder mit nach Old Faithful Village. Das Mittagsbuffet haben wir leider verpasst und das Buffet am Abend ist komplett ausgebucht. Die Plätze werden zum Teil bereits ein Jahr im Voraus reserviert! Ein Jahr im Voraus! Es gibt eine Warteliste auf der man sich eintragen kann, falls noch ein Platz frei werden sollte. Doch das ist uns zu vage, da wir zwecks Unterkunftsuche weiter nach West Yellowstone trampen wollen.
Wir begnügen uns vorerst mit Burgern und einer riesigen Ladung Softeis und stellen uns dann erneut an den Straßenrand.  Eine Familie aus Israel nimmt uns mit und es dauert nicht allzu lange ein Motel in West Yellowstone zu finden, denn die meisten sind bereits ausgebucht oder total überteuert. Uns bleibt nicht viel Auswahl.

Abendessen beim Chinesen. Hier wimmelt es von… klar, Chinesen, die busweise angeliefert werden,… aber auch von Deutschen!!! Boston Bones,  nun in der Minderzahl, vermutet bereits eine Invasion. 😀

Zurück im gemütlichen Motelzimmer verfestigt sich unser Plan, den wir seit Tagen aushecken. Aufgrund unserer krankheits-  bzw. verletzungsbedingten zeitlichen Rückschläge und des langsam umschlagenden Wetters haben wir uns dazu entschlossen den Trail durch einen Roadwalk stark abzukürzen.
Wir werden uns deswegen, in der Zeit der Knie-Schonung in West Yellowstone, ein Auto mieten, zuerst nach Lima fahren, wohin wir unsere ganzen Versorgungspakete geschickt haben, diese abholen und zurück nach West Yellowstone bringen, um unsere weitere Route planen zu können.
Da wir nur einen Bruchteil des Yellowstone National Parks gesehen haben werden wir auch einen weiteren Ausflugstag im Park einplanen.
Ich freue mich schon riesig!

Bis demnächst
Eure Maria

Maximaltemperatur 33 Grad Celsius
Nachts 1 Grad Celsius
Maximalhöhe 2617 Meter

6 Kommentare

  1. lucia

    Oh, Neid, Neid, Neid sag ich da nur, für ne´kurze Weile würde ich glatt mit dir tauschen.

    Bei uns gabs „felligen“ Nachwuchs. Muss mal gucken ob ich ein Bild reinkriege.
    Der Weg ist wichtig, nicht das Ziel. Hast du sehr schön gesagt. Man man soll ja schauen und fühlen können.

    • mariaelfe

      Weil es zusammen mit BB viel schöner ist! Es ist zwar toll den kompletten Trail beenden zu können, für mich aber nicht zwingend notwendig. Der Weg ist wichtig, nicht das Ziel! 🙂

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