Kategorie: 2012 PCT

Lang, lang ist’s her …

…und endlich habe ich die Zeit gefunden neue Bilder einzustellen. Etwas mehr als ein Jahr ist vergangen und mit Wehmut aber auch sehr viel Freude blicke ich auf diese Zeit und meine Fotos zurück.

Ein paar  blumige Grüße auch für Euch.

Gruß Maria

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Fotos: Weinmann

noch mehr bilder….

hallo, da  bin ich wieder! und wie versprochen weitere bilder vom pct, bzw. erst einmal von der pct-fauna.  die beiden unscharfen aufnahmen des kleinen bären sind auch dabei. 🙂

später mehr!

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Fotos: Weinmann

so,…

…das war’s nun! der pct ist zu ende, das rückflugticket gebucht.
anfang oktober bin ich wieder zurück und werde noch die versprochenen bilder und videos in den blog einstellen. bis dahin….funkstille!
p.s.: herzlichen dank für all das interesse an meiner tour und die vielen, vielen positiven rückmeldungen! ich hab‘ mich riesig darüber gefreut!

nachtrag: tag 166 17.09.12

nur 6,5 meilen, die letzten schritte, mit leichten rucksäcken! alles hat gehalten, obwohl gerade in den letzten tagen mehr und mehr der ausrüstungsgegenstände verschleisserscheinungen zeigten: die reissverschlüsse meines zeltchen lassen sich, wenn überhaupt, nur noch mit gutem zureden schliessen. waren sie dann einmal geschlossen, wagte ich es nicht mehr sie wieder zu öffnen. da das beamen immer noch nicht erfunden wurde, geriet ich deshalb nachts wieder und wieder in eine zwickmühle. die blase platzen lassen oder sich, bei eisigen temperaturen, auf einen stundenlangen kampf mit diesen stark bezahnten ungeheuern einlassen? überhaupt schien es sich um eine reißverschluß-verschwörung zu handeln. hose, zelt, kamera-tasche… alle beinahe gleichzeitig defekt. die schuhe sind natürlich ebenfalls an ihre grenzen gestoßen.

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wie oft haben wir uns , unser equipment beschwörend, in den letzten tagen sagen hören: nur noch 6…5… 4…3…2…tage durchhalten, bitte, bitte!!! und alles hat gehalten! einschliesslich des wetters. und so ging es im sonnenschein richtung grenze.

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und dann… ein bär! dick, fett, schwarz-glänzendes fell, wunderschön! ein prächtiges tier, das sozusagen auf zuruf aus den büschen (beeren) brach. witze reissend, über die verpassten chancen all die tiere live zu sehen, die uns ständig versprochen waren, forderte ich jordan auf, für ein video der letzten meile die soundeffekte zu übernehmen und einen bär zu immitieren. gesagt, getan… und – ungelogen!!! – wenige sekunden nach dem sein ruf verklungen war, tauchte der bär auf (schwarzer punkt auf dem foto!!! 🙂 ).

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mit dem handy konnte ich leider keine bessere aufnahme erzielen, aber mit der kamera hab‘ ich ganz nette bilder geschossen ( wird nachgeliefert). was für ein gefühl, was für ein schönes abschiedsgeschenk! und dann war sie plötzlich da…die grenze. eine ca. 10 m breite schneiße im wald, zwischen den usa und canada.

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das monument selber hat mich eher enttäuscht. ich dachte es sei grösser, höher, spektakulärer. auf den fotos anderer hiker sah es viel, viel imposanter aus. der platz selbst war sehr klein, im schatten der bäume und vom ‚müll‘ der hiker verdreckt. sogar als toilette wurde der platz missbraucht! na ja! das ist nicht so schön. wir haben uns dann ins register eingetragen. auch hier habe ich mich geärgert, weil die ersten eintragungen fehlten und ich so nicht sehen konnte, wann und ob all die bekannten und unbekannten hiker, die ich auf meinem weg getroffen hatte, angekommen sind. was ist mit kiwilegs, franz und greg, donkeyleg, lucky, wolfie, den georgia boys…. all den vielen hikern, deren name ich vergessen habe? das war nun wirklich die grösste enttäuschung!!! nach einer ausgiebigen fotosession und dem versuch das total verbogene monument 78 wieder zu schliessen, ging es weiter. eigentlich nur lächerliche 9 meilen nach canada hinein, nach manning park. doch dies waren die längsten 9 meilen! irgendwie war die luft raus und wir schleppten uns nur mühseelig weiter. aber wir es dann doch noch geschafft!!!

Sunburned ears and other hazards

What a trip it has been. This trail is a real E-ticket ride all by itself. Add a daily dose of Maria and it becomes a new world to discover.
More than 75 days have passed since that first morning when Maria wrote a note explaining that she was hiking on while I slept soundly in my shelter. I woke asking her to wait for me to hastily pack so I could hike with her. She waited that day. And she has waited patiently nearly every morning since.
I was documenting the trail for the new guidebook and Maria made sure that I was doing it properly, not missing anything. That was when I discovered that Maria has a special way of observing the world. I could only stand by watching while she documented everything – in wonderful ways – that appeared on or near the trail.
You know from her photos that we saw flowers of every color and even some that eat insects. We also ate blackberries until our lips and fingers were purple. We ate mountains of pasta and mashed potatoes every single day – except when we hit town and had a zero day. Then I would sit by, watching the look on the waitress‘ face, as Maria ordered plate after plate of food plus more than one milkshake! Often I was just plain scared.
And you know that we saw wildlife everywhere. Well, Maria did. Lizards, butterflies, hummingbirds, ravens, hawks, and even – look, an eagle – all had their souls stolen when her camera came out. It was my job to protect the marmots, pikas, and bears from Maria’s probing  telephoto lens. In fact, on our last hiking day, I called a very friendly bear out of the bushes and it ran away from Maria’s big camera. Poor bear. Fortunately I was able to call most of the wildlife back for her to photograph.
There was so much to do each day that may not have been told yet. I had to spend a lot of time repairing my limbs because it would often happen that someone (guess who) would push me down or leave a rock in the trail for me to trip over. (It isn’t true that she did this every time I had a fall – just 6 or 7 that I can remember.)  I didn’t mind because Maria would – every day-  locate a site, prepare her tent, find and treat water to drink, make a fire, and set out our dinner to cook. You may not know that it was me who actually did the dangerous job of boiling the water – just enough water to just the right temperature. I also poured it! Very hazardous.
On trail, Maria gave me incentive to keep going on tough uphill climbs where we would choose a rocky ridgetop to make a cowboy camp under the stars. We watched them all appear and followed satellites when they didn’t. And we’d oooh and aaah at every shooting star we saw. Maria baked potatoes and onions in our fires and showed me how much drink flavoring is needed to turn one’s lips orange. I decided to stick with a daily cup of java.
This was a hike for talking about everything. We decided what was really world famous, how trails should be built, and composed several letters to the president (with excellent suggestions). We determined that many geographical features have been misnamed – Goat Rocks and Bear Lake, to name just two.  I learned that „needle trees“ aren’t, but „normal“ trees are. That waterfalls make for quick showers and lakes are for quicker baths.  It’s easier to call bats than goats. Mosquitoes can tell time and sense vulnerable situations. I learned that Maria never complains – ever.
And I learned that many things just don’t need to be said to be so.
How could I stop writing when so much more happened? Well, Maria keeps grabbing the handy and pushing me.
The thing I do have to say is that this wonderful hike was possible only because Maria shared her hike with me.  I will never be able to forget any of these past wonderful days. I will never be able to share a hike so wonderful with anyone so delightful and special as Maria. This has been unforgettable.
JS

tag 165 16.09.12 (mi 2653,5)

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HAPPY BIRTHDAY! junge, junge, junge, …. das war ja noch was gestern abend. ein lagerkoller der sich gewaschen hat! 😦 die grenze, das ziel, der ’northern terminus‘, das monument …. das ende des pct ist soooo nah, greifbar nahe,… und die nerven liegen blank!!! beinahe wären ‚backout‘ und ‚ snake charmer‘ das letzte stück des weges getrennt gelaufen, wütend aber grössten teils traurig, denke ich. doch zum glück haben wir uns wieder vertragen

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und nach einem klärenden gespräch heute morgen sowie einigen eher schweigsamen und nachdenklichen stunden des hikens, war wieder alles gut und das übliche gelächter schallte durch’s gebirge und die wälder. 🙂 das nächste foto zeigt unseren letzten aufstieg, den ‚woody pass‘.

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und dann gab’s heute unser festtags-lunch auf einer herbstlichen wiese, hoch oben, im sonnenschein. herrlich, köstlich, schön! was haben wir alles auf diesem trail gesehen und erlebt!!! und jetzt sind wir hier, wenige meilen bleiben noch…. …und die gelegenheit, eine art ’schneehuhn‘ zu beobachten, ein pärchen, um genau zu sein, das seelenruhig und gelassen vor uns den trail kreuzt (bilder kommen noch). letztes camp am glasklaren ‚hopkins lake‘, unserem letzten see, dem letzten lagerfeuer, und der letzten chance für einen gepflegten ‚poo with a view‘ 🙂

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p.s.: noch 6,5 meilen!!!

tag 164 15.09.12 (mi 2641)

kein feierabend für picas?! selbst in der sternenklaren nacht, als ich für die düngung – und somit für den nachschub – ihrer nahrung sorge, höre ich vereinzelte pica-rufe. ein ‚dankeschön‘ oder eher entsetzen darüber, dass ich auf ihren reich gedeckten ‚esstisch‘ pinkle? vielleicht aber auch nur ein schlafloser hiker mit quietsche-entchen?

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und auch am frühen morgen hasten sie bereits wieder, kräuter sammelnd, durch die gegend. (bilder und einen film werde ich nachliefern). es ist ein wunderschöner herbsttag mit wohligen temperaturen, sonne, weiten ausblicken und die grenze rückt näher und näher….

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eine nette überraschung erwartet uns am harts pass. trailangel und ex-pct-hiker (’serpent slayer‘ und ‚why not?‘) haben hier ein kleines ‚versorgungscamp‘ eingerichtet und bewirten uns, und alle anderen pct-hiker. kein wunsch bleibt offen: salat, steak, speck, würstchen, maiskolben, apfelstrudel, pepsi, bier….. all das, und noch viel mehr! THANK YOU!

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ich freue mich schon auf morgen, unseren ‚celebration-day‘! noch einmal geht es auf rund 7000 fuß hoch, zum letzten mal! hoffentlich finden wir einen schönen platz dort oben mit rundumblick zum träumen und resümieren und: zur gewichtsreduzierung unserer rucksäcke durch hemmungslosen verzehr sämtlicher köstlichkeiten. p.s.: noch 19 meilen!!!

tag 163 14.09.12 (mi 2624)

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puh! gestern abend so kalt und nun diese wärme bereits morgens beim aufstehen. es ist ja ganz angenehm, keinen ‚kaltstart‘ hinlegen zu müssen, aber ich ahne schlimmes… und tatsächlich, gegen mittag ist es unerträglich heiss. durchhalten! nicht mehr lange!

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meine augen sind ganz rot und geschwollen vom ausschau halten nach diesen bestien von schneeziegen. aber die hängen sicher alle bereits in irgendwelchen wohnzimmern und schauen von holzbrettchen aus in die gegend, anstatt von hohen felsen und bergen. schade, wirklich schade! hiker, hiker, hiker! jede menge hasten an uns vorbei, der grenze entgegen.

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im heutigen lager gibt es jede menge picas, die emsig pflanzen für ihr nest sammeln. diese kleinen ruhelosen nager geben quietschende geräusche von sich, wie die weitverbreiteten gummispielzeuge für hunde. vielleicht sollte ich mal eines öffnen, wer weiss… 😉 p.s.: noch 36 meilen!!!

tag 162 13.09.12 (mi 2609)

nach einem ausgiebigen frühstück verlassen wir gegen mittag gut bepackt mazama und erwischen direkt eine mitfahrgelegenheit, so dass wir gegen ‚high noon‘ wieder zurück auf dem trail sind.

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eine hinweistafel lässt meine hoffnung, schneeziegen fotografieren zu können, neue früchte tragen:

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erst verkaufen sie uns bären als ‚gefährlich‘ und jetzt müssen die schneeziegen dafür herhalten. vermutlich sind sie ebenso gefährlich wie nasenbären (aus dem film – dessen namen mir gerade entfallen ist – mit john cleese, michael palin, jamie lee curtis u.a.), die sich ganz gerne mal zu horden zusammenschließen und kleine dörfer verwüsten. 🙂 in der umgebung von mazama muss es waldbrände geben, denn der himmel ist, selbst in höheren lagen, mit rauchschwaden verhangen. meinem zeh geht es soweit ganz gut. mit einem pflaster gepolstert spüre ich ihn nur dann, wenn ich gegen einen stein renne oder ausrutsche.

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währen einer pause ‚heben‘ wir noch rasch einen geocache und ziehen dann weiter richtung camp.

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als wir dort ankommen scheint zwar überall noch die sonne, doch leider nicht auf unser zeltplätzchen und so wird es schnell recht frisch, um nicht zu sagen eisig. lange unterwäsche an, kopftuch auf und in den schlafsack einmummeln.

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gute nacht! p.s.: noch 51 meilen!!!

tag 161 12.09.12 mazama

frühstücksbuffet, pause im pool, aufwärmen in der sauna und vorräte bunkern für den ‚celebration-day‘: oliven, artischockenherzen, gouda, parmesan, salami, butter, brot, kekse mit schokolade, avocados…
viel zu schleppen, ja, aber da sind wir ganz andere dimensionen gewöhnt. und es sind ja nur drei bis vier tage. ich freu mich schon riesig!

tag 160 11.09.12 (mi 2599) mazama, mazama country inn

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nur ein wenig frühsport (8 meilen) bis zum highway 20 am rainy pass.

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dort hält bereits nach wenigen minuten ein wagen. larry und sein yorki harley nehmen uns mit nach mazama.

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nettes kleines örtchen mit einem ökoladen in dem wir WIRKLICH  leckeres essen finden. mit  ziegenkäse, baguette (tatsächlich!!!), milch, landjäger (die recht gut gelungen sind), schokolade, olivenpaste und gouda eingedeckt , checken wir im mazama country inn ein. sauna und whirlpool!!! yeah!! aber erst nach VIER runden duschen (der dreck saß dieses mal verdammt fest). beim erneuten weg zum laden ( wir halten noch nach leckereien für unsere ‚pct-abschieds-zeremonie‘ ausschau), bleibe ich mit meinen flip-flops an einem stein hängen und reiße mir den skalp vom großen zeh: schmerzen, sternchen, singende engel!

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mal sehen, ob mir das bürschchen die letzten tage vermiesen will. ich hab‘ ihm schon mal vorsorglich mit der säge des SCHWEIZER SACKMESSERS gedroht. eine wald- und wiesenamputation könnte mein kleines abenteuer, in ermangelung von bären und schneeziegen, ganz schön aufpeppen! außer entzündeten mundwinkeln (woher auch immer!?), die seit wochen nicht abheilen wollen (vitaminmangel oder vermutlich einfach nur mangelnde hygiene), jetzt also noch ein böser zeh.

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so, die nächsten berichte wird’s erst wieder geben, wenn ich das monument und canada erreicht habe und der pct vollendet hinter mir liegt. nur noch 70 meilen! mit gutem willen und forschem schritt in zwei tagen erledigt….aber, ich will es langsam ausklingen lassen,  alles geniessen, hinauszögern…. bis dahin, lasst es euch gut gehen….

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tag 159 10.09.12 (mi 2591,5)

früh aufgestanden, den krempel gepackt und ab zur post, proviant abholen.

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dann auf zum bus und hoch zur bäckerei, frühstücken.

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noch bevor ich die tür öffne, riecht es bereits himmlisch nach frisch gebackenem kuchen. drinnen liegen die guten stückchen einladend in der auslage und im hintergrund kann man zusehen, wie bereits neues gebäck gefertigt wird. schön! und geschmeckt hat’s auch. das brot sah aber immer noch nach dem üblichen, weichen, schwammartigen ‚brot‘ aus, also : finger weg! dann ging’s mit dem bus zurück zum trail. kein ‚zero-tag‘ hier. zu überteuert für das, was geboten wird. auf dem trail dann etwas regen. im camp: ohne abendessen, weil immer noch satt vom frühstück, bin ich direkt in meinen schlafsack gegrochen. ist doch recht frisch heute abend!

tag 158 09.09.12 (mi 2580) stehekin

herzlichen glückwunsch zum geburtstag! auch von flöckli und schnaufi!

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nachts gab’s gewitter, wenn man das so nennen will. es begann mit blitzen, ohne jeglichen donner, stunden später zwei donnerschläge und wieder etwas später ein paar regentropfen. und das war’s! auch gut!

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der morgen war dann in reichlich grauen nebel gehüllt,

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bis sich dann, nach ein paar stündchen,

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die sonne ihren weg zur erde bahnte, die wolken zerteilte und wunderbare blicke auf die umliegende berglandschaft frei gab.

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den restlichen tag konnte ich dann weniger geniessen. zum einen ging es streckenweise wieder durch überwucherte regionen und die etwas öderen waldgebiete, zum anderen gerieten wir ein wenig unter zeitdruck. gps daten und das restliche infomaterial stimmten plötzlich, die entfernungsangaben betreffend, nicht mehr überein und so wurde uns mit einem mal klar, dass wir statt den gemütlichen, geplanten 15 meilen plötzlich 22 meilen zurückzulegen hatten, um den bus nach stehekin zu erreichen. als wir einigermassen erschöpft und ohne jegliche proviantreste gegen vier uhr ankamen,

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warteten wir noch zwei hungrige stunden auf die ankunft des letzten buses.

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das abendessen war reichlich aber nicht weltbewegend gut! der hunger trieb’s rein. die campsuche am see, im dunkeln gestaltete sich ein wenig schwierig. doch nach dem straucheln über andere hiker in ihren zelten und mit hilfe zweier camper fanden wir noch ein plätzchen direkt an der strasse mit blick auf den wunderschönen see. es war warm und so liess ich die zelttür offen und genoß den kühlenden nachtwind der über den see direkt in mein zeltchen fegte.

tag 157 08.09.12 (mi 2557,5)

wald, viel wald. den ganzen tag.

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zur abwechslung einmal ein hübscher mischwald mit reichlich moos,  farnen und kleineren wasserfällen.

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so hatte ich heute – im schatten – kaum mit der hitze zu kämpfen und auch die strecke war sehr angenehm zu laufen.

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einen großteil des weges ging es entlang des suiattel rivers der hier offensichtlich ein leichtes spiel hatte,

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sich in den weichen, sandigen boden zu graben und ein sehr breites und tiefes flussbett zu erschaffen, in dem all die vom strom kahl geschrubbten baumstämme kreuz und quer über- und nebeneinander gestapelt liegen. bäume, die sich nicht mehr fest genug ins ufer krallen konnten. beinahe hätte der trail für jordan heute ein jähes ende gefunden. mir blieb fast das herz stehen, als er auf einem sandigen abschnitt des trails plötzlich ausrutscht, stürzt und fast den steinigen, steilen abhang hinunterfällt. wären an dieser stelle nicht ein paar pflänzchen gestanden …. ich sah mich schon hinunterklettern um seine sterblichen überreste zu sichten ( und um den ein oder anderen schokoriegel zu ergattern 😉 ). das war nun der sechste sturz jordans. grund genug, sie nun endlich einmal aufzulisten. sturz 1: ausrutschen auf einem steileren schneefeld. keine kollateralschäden. sturz 2: keine ahnung was da passiert ist. jordan war einige minuten vor mir. als ich ihn dann das nächste mal sehe, hat er schürfwunden an händen und beinen, ein blaues auge sowie eine schmerzende rippe. sturz 3: sturz in einen graben, beim versuch nach ashland zu trampen (siehe dort). keine schäden. sturz 4: ausrutschen auf kiesigem grund, bergab, in sichtweite des snoqualmie pass. schürfwunde am knie. sturz 5: ausrutschen an einem creek, nach erstellung eines sieben (oder mehr 🙂 ) -punkte-plans zur überquerung des flüsschens, bereits vor erreichen des punkt 1, mit spektakulärer schwimmeinlage. 🙂 ausser nassen klamotten keine grösseren schäden. der rucksack blieb erstaunlicherweise trocken. sturz 6: oben erwähnte nah-tod-erfahrung mit überdehnung des linken knies und den daraus resultierenden, leider immer noch anhaltenden, schmerzen. dann wollen wir doch mal hoffen, dass er den rest des weges unbeschadet übersteht!!! jordan behauptet übrigens jedesmal ich hätte ihn geschubst. frechheit! 🙂 hier noch ein foto: was man nicht alles mit der säge des schweizer sackmessers zerteilen kann!

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gut, es hat schon ein/ zwei minütchen gedauert….aber letztlich… 🙂 im camp bekommen wir, wie schon so oft, besuch von camp-robbern. dann heisst es schnell alles zu sichern, was interessant und leicht genug ist, um von diesen bürschchen davongetragen zu werden. morgen wollen wir stehekin erreichen. dort werden wir, zum letzten mal auf diesem trail, versorgungspakete bei der post abholen. es soll dort eine sehr gute bäckerei geben, und der ort ist bekannt für reichlich gutes essen. HUNGER!!!

tag 156 07.09.12 (mi 2541,5)

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ach du meine fresse! ich dachte das ’schlimmste‘ sei vorbei. nee, nee, nee! nach einer weiteren schönen passüberquerung

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und dem abstieg ins tal wurd’s anstrengend!

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heiss und zumeist schwül war’s! der weg teilweise mannshoch überwuchert!

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meilenweit bergauf ging’s!

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eine serpentine nach der anderen, endlos erscheinend! und hitze macht mich unausstehlich, aggressiv, zum idealen hiking-partner… 😉 armer jordan! er musste einiges schlucken, bevor ich ihn später – bei kühlerer umgebungstemperatur – über die wirkung von zuviel hitze und luftfeuchtigkeit auf meinen organismus aufklären konnte, um ihn so, für’s hoffentlich nicht mehr eintretende nächste mal, vorzuwarnen. oben angekommen war es natürlich wieder wunderschön. duftende lupinienwiesen und murmeltiere direkt am weg.

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ein besonders dickes saß vor mir auf dem trail und gab, als es mich bemerkte, ordentlich fersengeld für so viel speck um die hüften. nur noch eine staubwolke hing in der luft, als es wider erwarten nicht stecken blieb, sondern ordnungsgemäß in seinem loch verschwand. hier noch ein bild von zwei besonders süssen exemplaren. das dazu gehörende video gibt’s später

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tag 155 06.09.12 (mi 2528,5)

morgens geht’s als erstes über den red pass.

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ich fühle mich an die high sierra erinnert. blumen und wiesen auf der einen seite des berges,

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dann der pass und schliesslich der abstieg in ein tal mit schnee, bergseen, wasserfällen, flüsschen und letztlich wald. davon reichlich und etwas eintönig. die einzigste abwechslung stellte die überquerung kleinerer flüsschen dar und ziegen!!! nein, leider keine schneeziegen, die meinem aufruf gefolgt sind, sondern hikerziegen! ziegen mit kleinen ‚rucksäcken‘, den proviant ihres herrchens tragend. darf ich mir die mal ausleihen? bitte, bitte!

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