Kategorie: a) Jan-2012

Neue Westfälische

Und hier der nächste Presseartikel zum Nachlesen:

Neue Westfälische ‚Die Wanderschuhe sind geschnürt‘

Vielen Dank für die vielen schönen e-Mails und Reaktionen auf die Zeitungsartikel und den Blog. Ich werde versuchen zeitnah auf alle Nachrichten einzugehen. Aber bitte nicht böse sein wenn es ein wenig dauert.

Bis dahin viel Spaß beim lesen und träumen….

Karte

Unter folgendem Link findet Ihr eine Karte, auf der der Pacific Crest Trail dargestellt ist (Quelle: Halfmile’s Pacific Crest Trail Maps and GPS Information; tracks on a Google map at Postholer.com)

PCT-Karte

Wahlweise könnt Ihr auch auf das Bild klicken und Euch so den PCT ansehen (Quelle: PCTA)

Das Problem mit dem Proviant!

Nach dem ich gerade mein   Zelt im Garten überprüft habe (es ist schon seit Tagen bei Regen, Wind und – leider nur sehr wenig – Schnee im Dauereinsatz) will ich jetzt mal kurz auf das Proviantproblem eingehen.

Um sich auf dem PCT mit Nahrungsmitteln oder Ausrüstungsgegenständen  zu versorgen gibt es verschiedene Möglichkeiten.

1. Einkauf von Vorräten direkt auf dem Weg.

Vorteil: Man kann rasch und flexibel auf Veränderungen in der Ausrüstung reagieren und erhält auch  frische Nahrungsmittel. Größere Supermärkte sind entsprechend preisgünstig.

Nachteil: Die Distanzen  zwischen den einzelnen Einkaufsmöglichkeiten  sind oft sehr groß, so daß Proviant für viele Tage getragen werden müsste. Oftmals handelt es sich nur um kleine Läden, die nicht über die geeigneten Nahrungsmittel (kalorioenreich, leicht, wenig Volumen) und  Ausrüstung verfügen oder/ und die Ware überteuert anbieten. Weiterhin ist es sehr zeit- und energieaufwendig  in den Ortschaften herumzulaufen und nach den passenden Lebensmitteln usw. zu suchen und diese dann tourgerecht zu ent- und verpacken.

2. Sich den Proviant zuschicken lassen

Viele ‚Hiker‘  kaufen bereits vor Tourbeginn für die gesamte Strecke ihre Vorräte ein und teilen diese auf einzelne Pakete auf, die sie sich dann von Angehörigen oder Freunden an die einzelnen ‚Versorgungspunkte‘  (z.B. Postämter, Läden, Hotels, Unterkünfte…) schicken lassen.

Vorteil: Man weiß genau was man bekommt und wann man es bekommt und hat die Sicherheit geeignete und preisgünstige Trekkingnahrung und Ausrüstung zu erhalten. Da man nicht suchen und einkaufen muss sondern direkt Zugriff auf Nachschub hat spart man jede Menge Zeit, die man dann zum ausruhen oder weiterlaufen nutzen kann.

Nachteil: Eventuell hat man sein Essen bald satt, wenn man nicht für entsprechende Abwechslung in den Paketen sorgt oder wenn man auf den Inhalt des jeweiligen Paketes eben in diesem Moment keinen Appetit hat. Die Versorgungspunkte bewahren die Pakete bis zu 30 Tage auf und schicken sie dann zurück. Sollte man zu spät das entsprechende Etappenziel erreichen hat man eben Pech. Man ist auf die Zuverlässigkeit seiner Freunde und des Paketlieferdienstes angewiesen. Das verschicken von Paketen kann je nach Lieferdienst auch recht teuer werden.

3. Die ‚Bouncing Box‘

…ist ein Paket, daß man sozusagen vor sich her schickt. D.h. in größeren Ortschaften, mit mehr Auswahl und günstigen Preisen, deckt man sich mit entsprechend vielen Vorräten ein, packt sie in sein Paket und schickt dieses  an die Versorgungspunkte vor, an denen keine so günstigen Bedingungen vorherrschen. Dort kann man sich dann aus seiner ‚Bouncing Box‘ das Passende herausnehmen und sie dann zum Wiederauffüllen an die nächste größere Ortschaft schicken.

Vorteil: Geldersparnis durch das umgehen der teureren Orte. Nicht benötigte Ausrüstung kann per Paket vorgeschickt werden und verringert so das zu tragende Gewicht.

Nachteil: Kleines Risiko, daß das Paket nicht rechtzeitig (oder schlimmstenfalls gar nicht) ankommt und man darauf warten muss. Je nach dem, ob man einen Expressdienst in Anspruch nehmen muss oder nicht kann das verschicken des Paketes teuer werden. Zeitaufwendig.

4. Die ‚Hiker Boxes‘

An vielen ‚Versorgungspunkten‘ gibt es sogenannte Hiker-Boxes. In diesen kann man Ausrüstungsgegenstände oder Nahrungsmittel (die man nicht mehr braucht/ will)  ablegen. Andere Hiker machen das selbe und es steht jedem offen auch Gegenstände aus diesen Boxen zu entnehmen.

Vorteil: Kostenloser Proviant. Abwechslungsreich und z.T. sehr originell

Nachteil: Keine Verlässlichkeit, ob auch etwas in den Boxen zu finden ist und wie alt bzw. in welchem Zustand die Nahrungsmittel sind.

So weit erst mal!

Leider kann ich mir aufgrund der Zollbestimmungen keine Lebensmittel aus Deutschland zuschicken lassen und werde deshalb auf die Bouncing-Box- Idee zurückgreifen müssen.

Mal sehen wie das klappt.

Auflösung des Rätsels!

Nicht zu fassen aber wahr: Eine Taschenlampe!!!

Und die ist heller als meine bisherige ’normale‘ Taschenlampe! Und wiegt MIT BATTERIE nur 8g.

NUR 8 GRAMM!!!

 

Habe gleich drei gekauft mit unterschiedlichem Licht (gelb, weiß) und unterschiedlichen Funktionen.

Und seit gestern um 18.15 Uhr laufen alle im Dauerbetrieb,  um zu sehen wie lange die Batterien durchhalten.

Und bis jetzt  (8.30 Uhr) sind noch alle voll dabei.

Nach Abschluß dieses Testes werde ich noch die Frosttauglichkeit, Wasserdichte und Bruchsicherheit überprüfen.

Aber da mach ich mir bei den kleinen Kerlchen gar keine Sorgen. Die sehen schon so aus als würden sie einiges wegstecken können.

Klein aber oho!

Kleines Rätsel!

Heute kam lang erwartete Post an!

Na, was könnte sich in dieser handelsüblichen Streichholzschachtel verbergen?

Kleiner Tip: Nicht der Schlafsack!

Auflösung morgen!

Ich geh jetzt erst mal das Zelt draußen im Garten aufbauen. Die nächste Zeit bleibt es hoffentlich schön kalt! Und Niederschläge in jeglicher Form sind erwünscht beim erneuten Probelauf.

Ach, wie aufregend!!!

…bin ja so aufgeregt, bin ja soooo aufgeregt!

Hab gerade den Flug gebucht, yeah! Nach tagelangem Preisvergleich hab ich den Hinflug nun im (Ruck-) Sack und kann mich endlich wieder vermehrt den anderen Vorbereitungen für die Tour widmen.  So muß die Ausrüstung noch deutlich leichter werden als beim Weg nach Santiago de Compostela, das Proviantproblem muß noch weiter überdacht  und nebenbei noch das  Wettergeschehen im Auge behalten werden.

Und es sieht gut aus! Zumindest  den Schneefall betreffend.  In den kalifornischen Bergen liegt momentan maximal 20 % der für diese Jahreszeit üblichen Schneemenge.

Das bedeutet:

1. die Bergpässe sind früher und einfacher passierbar

2. im Gegenzug dazu wird es in den „Wüsten“-regionen aber noch trockener sein als in Durchschnittsjahren

Bald mehr an dieser Stelle zu meiner Ausrüstung und zum Proviantproblem.

Gute Nacht!

PCT – Pacific Crest Trail

hurra, bald ist es so weit und ich kann wieder in die große weite welt hinausziehen.
im april soll es losgehen.

geplant ist dieses mal der

PCT

…der pacific crest trail

was mich erwarten wird:

insgesamt 2658 meilen (4277 km) durch die USA – von der mexikanischen grenze bis nach canada

42 – 4000 meter über dem meeresspiegel

durchschnittliche tagesmärsche von 17,8 meilen (28,6 km)- ruhetage oder tage zum proviantaufnehmen nicht eingerechnet

z.t. sind mehr als 30 meilen (48,27 km) ohne wasser zurückzulegen

proviant muß in extremfällen für bis zu 14 tage mitgenommen werden

temperaturen von -6 °C (und niedriger) bis über 38°C
bodentemperatur von 65 °C und mehr

flußfurten mit reißendem schmelzwasser, bergpässe und schneekämme sind zu überwinden

treffen werde ich – in etwa nach größe sortiert – auf Giardien, Cryptosporidien, mal wieder …zecken :), moskitos, skorpione, klapperschlangen, poison oak (einer giftigen efeu-art), pumas (mit etwas glück), illegale einwanderer (mit etwas pech), andere ‚hiker‘, bären…. und vieles, vieles mehr.

der trail zieht sich durch californien, oregon, washington und
british columbia
um als sogenannter ‚thru-hiker‘ die gesamte strecke in einem stück zu bewältigen bleibt nur ein recht kleines zeitfenster von 5 monaten, mit etwas glück 5,5 monaten. man darf nicht zu früh starten um die bergpässe in der high sierra überwinden zu können und nicht zu spät los ziehen damit man gegen ende nicht von schnee und stürmen in canada begrüßt wird.

also alles in allem sehr spannend, abwechslungsreich, abenteuerlich, monumental….

ich freu mich schon riesig!!!