Continental Divide Trail (2015)

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Der Continental Divide National Scenic Trail (CDNST)…                                      

… oder kurz Continental Divide Trail (CDT) zählt zu den größten Fernwanderwegen der Welt und erstreckt sich über rund 5000 km (ca. 3100 Meilen) zwischen Mexico und Canada.

Er ist – neben dem Appalachian Trail und dem Pacific Crest Trail – ein Teil des ‚Triple Crown of Hiking‘.

Auf seiner Strecke folgt er zu einem Großteil dem Gebirgskamm der Rocky Mountains und zieht entlang der sogenannten kontinentalen Wasserscheide, dem Continental Divide. Die hier entspringenden Flüsse fließen entweder ostwärts in den atlantischen Ozean oder westwärts in den Pazifik.

Fünf Staaten der USA (New Mexico, Colorado, Wyoming, Idaho und Montana) und mehrere Ökosysteme – von der Tundra bis zur Wüste – werden auf diesem Trail durchstreift, und es bietet sich ein Zugang zu einigen der letzten wildesten und malerischsten Plätze dieser Erde.

Der höchste Punkt auf dem CDT ist Grays Peak in Colorado mit rund 4350 Meter, der niedrigste liegt bei Waterton Lake im Glacier National Park in Montana (rund 1280 Meter).

Teile des CDT sind noch nicht fertiggestellt, so dass ‚unzusammenhängende‘ Streckenabschnitte entstehen, die nicht oder nur schlecht markiert sind.

Die folgende Tabelle gibt einen groben Überblick über die Gesamtstrecke sowie die Größe der noch nicht fertiggestellten Etappen pro Bundesstaat:

Bundesstaaten StreckenQuelle: Continental Divide Trail Coalition (geschätzte Werte; Stand: Dezember 2014)

Zahlreiche Möglichkeiten zur täglichen Freizeitgestaltung bieten sich entlang des CDTs wie Angeln, Jagen, Reiten, Skifahren, Tierbeobachtung… und eben Wandern…

Nur wenige wagen es, die gesamte Strecke in einem Stück zurück zu legen (‚thruhike‘).
Jährlich versuchen sich rund 150 Hiker an diesem Fernwanderweg. Nicht alle davon erreichen ihr Ziel.
So sind in der ‚CDTC Official List of 3,000 milers‘ für das Jahr 2013 momentan nur 20 Personen eingetragen (Stand Dezember 2014).

Kein Wunder, wenn man bedenkt welche mentalen und physischen Herausforderungen ein solcher Weg mit sich bringt, welche Schwierigkeiten und Gegebenheiten auf einen warten.

Zu jeder Zeit muss man auf wechselnde Wetter- und Klimabedingungen eingestellt sein, mit Hitze und Kälte (Temperaturen unter dem Gefrierpunkt bis über 38 °Celsius) und jeglicher Art von Niederschlag rechnen. Befindet man sich morgens beispielsweise noch in der Wüste, kann man sich am Abend bereits hoch oben auf einem Schneefeld wiederfinden. Trockenheit und Wassermangel auf der einen Seite, reichlich Wasser und nasse Kleidung bei Flussdurchquerungen auf der anderen. Gewittergefahr, Lawinen, erhöhte UV-Strahlung mit der Gefahr von Sonnenbrand und Schneeblindheit in den Höhenlagen … und vieles mehr.

Die Ausrüstung muss entsprechend sorgfältig zusammen gestellt werden. Sie sollte möglichst leicht sein, um Körper und Kräfte zu schonen, um den Weg genießen zu können und ihn nicht als Tortur zu erleben. Gleichzeitig muss man für alle Eventualitäten gewappnet sein und das Einsparen von Gewicht sollte niemals auf Kosten der eigenen Sicherheit erfolgen!

Sowohl das Solowandern als auch das Wandern mit Partner stellt eine Herausforderung dar.
Tagelange Einsamkeit und tagelanges auf-sich-allein-gestellt-sein stehen hierbei der notwendigen Konflikt- und Kompromissbereitschaft beim Wandern mit mehreren gegenüber.
Ruhe, Freiheit und Selbstbestimmung auf der einen Seite. Unterhaltung, gegenseitige Hilfe und Rücksichtnahme auf der anderen Seite.

Fernab der Zivilisation trägt man Proviant für mehrere Tage im Rucksack mit sich, deckt seinen Wasserbedarf unterwegs aus Flüssen, Bächen und Pfützen oder teilt sich das Wasser mit einer Herde freilaufender Rinder aus deren Tränken.

So wird für Monate das sichere Zuhause mit weichem sauberen Bett, täglich frischer Kleidung, fließend Warm- und Kaltwasser, Stromversorgung, Heizung und dem Sortiment eines Supermarktes in unmittelbarer Nähe ersetzt durch Isomatte, Schlafsack, Zelt, eine ständige Schmutzpatina (auf Haut, Kleidung und Ausrüstung), fließend kaltes Wasser (wenn man Glück hat ) und Trailkost ( in Vielfalt und Frische doch sehr eingeschränkt).

 

Und wozu das Ganze???

Für grenzenlose Freiheit,

für atemberaubende Landschaften,

für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt,

für zahlreiche unvergessliche Erlebnisse, Abenteuer und Bekanntschaften mit Menschen aus aller Welt

und um die eigenen Stärken und Schwächen kennen zu lernen.

 

 

Quellen:
• Continental Divide Trail Coalition
• Wikipedia

 

Englische Version

The Continental Divide National Scenic Trail (CDNST)…

… or known as Continental Divide Trail (CDT) belongs to the biggest long distance trails in the world and stretches out over about 5000 kilometers (about 3100 miles) between Mexico and Canada.

It is – between the Appalachian Trail and the Pacific Crest Trail – part of the so called ‘Triple-Crown of Hiking’.

On its route it follows to a large extent the ridge of the Rocky Mountains and pulls along the continental divide. The rivers which have their origin here flow either eastwards into the Atlantic Ocean or westward into the Pacific Ocean.

Five US states (New Mexico, Colorado, Wyoming, Idaho and Montana) and several  ecosystems – from tundra to desert – will be roamed by hiking  on this trail, and it provides access to some of the last wild and most picturesque places on earth.

The highest point on the CDT is Grays Peak in Colorado with approximately 4350 meters, the lowest is at Waterton Lake in Glacier National Park in Montana (about 1280 meters).

Parts of the CDT are not completed yet, so incoherent sections arise, that are not visibly or only poorly marked.

The following table gives a rough idea of the complete distance and the size of the unfinished parts per state:

 Source: Continental Divide Trail Coalition (estimated numbers; status of December 2014)

Source: Continental Divide Trail Coalition (estimated numbers; status of December 2014)

Numerous opportunities for daily activities are offered along the CDT such as fishing, hunting, horseback riding, skiing, wildlife observation … and just hiking …

Not many people try to do the entire distance in one season (‘thruhike’). Every year around 150 hikers try to thruhike the CDT. Not all of them reach their destination. For example for 2013  just 20 persons registered at the ‘CDTC Official List of 3,000 milers’ (status of December 2014).

No wonder why so few people finish, with the mental and physical challenges put on them on this trail. Many difficulties and conditions are waiting for them.

At any time you have to be prepared for changing weather and climate conditions, for heat and cold (temperatures below freezing to about 38° Celsius) and all types of precipitation. For example: in the morning you could be in the hot desert, while you find yourself on a snow filed high above in the evening. Drought and water shortage on one hand, plenty water and wet clothes while crossing rivers on the other hand. Lightning storms, avalanches, increased UV radiation with the risk of sunburn and snow blindness in the mountains altitude…. and much more.

Therefore the equipment must be carefully arranged. It should be as light as possible to go easy on body and forces in order to enjoy the hike and not to experience it as torture. At the same time you have to be prepared for all eventualities and the saving of weight should never be at the expense of your own safety!

Both, solo hiking and hiking with a partner, is a challenge: Day-long loneliness and absolutely depending on oneself on one hand; willingness for conflicts and compromises on the other hand. Silence, freedom and self-determination ‘against’ entertainment, mutual help and consideration.

Far away from civilization you are carrying food for several days in your backpack, covering all need for water out of rivers, creeks, lakes and puddles or sharing the water with a herd of free running cattle from their water trough.

So for five months you give up your secure home with a soft clean bed, daily fresh clothes, hot and cold running water, electricity, heating and the assortment of a supermarket around the corner in exchange to a sleeping pad, sleeping bag, tent, a permanent dirt patina (on skin, clothing and equipment), running cold water (running if you are lucky!) and trailfood (which is very limited in variety and freshness).

 

And for what???

For unlimited freedom,

for breathtaking landscapes,

for a variety of flora and fauna,

for many memorable experiences, adventures and encounters with people from all over the world

and to learn about your own strengths and weaknesses.

Sources:

  • Continental Divide Trail Coalition
  • Wikipedia

 

3 Kommentare

  1. Lucia Merkelbach

    Liebe Maria,

    ganz irdisch und menschlich betrachtet, stehen mir die Haare zu Berge, wenn ich lese auf was du dich da einlässt. Aber andererseits weis ich auch, das du für die Verbindung zwischen Himmel und Erde, Raum und Zeit wie geschaffen bist.
    Wer hat schon den Mut alles loszulassen und sich der Grösse der Natur zu stellen wenn man bedenkt wie begrenzt unsere menschlichen Fähigkeiten sind.
    Wie du schon schreibst, werden die Naturgewalten dich fordern. Das Gefühl der Einsamkeit und die eigenen Gedanken sind in Extremsituationen auch nicht zu unterschätzen.
    Am wichtigsten ist wohl genug Flüssigkeit und Nährstoffe sowie notwendige Medikamente dabei zu haben. Du solltest nicht frieren oder Überhitzen und schneeblind werden schon gar nicht. Aber das weisst du ja alles selber.
    Natürlich darf auch ein Kommunikationsmittel nicht fehlen aber ob das, wo du auch immer sein wirst funktioniert? Ah, da fällt mir ein die Vuvuzela könnt ich dir noch schicken. Da könnest du mit den Hirschen um die Wette röhren.

    DER WEG

    genieße was nur geht lach und freu dich
    ertrag was du sowieso nicht ändern kannst
    liebe mit deinen Augen und deinem Herz wonach es dich sehnt
    küss die Natur und streichel die wilden Tiere
    du holst dir Schätze rein die man mit keinem Geld der Welt bezahlen kann

    DAS IST LEBEN

    Ich glaub an dich!
    Du schaffst das!

    Auf deine Berichte freue ich mich jetzt schon.

    Deine Lucia
    ( mit einem weinendem Auge und einem lachendem)

    • mariaelfe

      🙂 danke für die liebe nachricht!
      das mit den hirschen muss ich auf eine andere art regeln. der rucksack ist schon voll genug. 😉 🙂

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