32. Tag (on trail) So 17.05.2015

Juhu, gutes Wetter. Nach den ganzen Regen-, Schnee- und Graupelschauern der letzten beiden Tage. Es kann weiter gehen.
Die Spannung steigt. Wieviel Schnee liegt hier auf der ‚Probestrecke‘ zur Ghost Ranch? Welche Qualität hat der Schnee? Ist er einfach zu laufen? Probestrecke deswegen, weil es nach der Ghost Ranch erst richtig hoch hinaus gehen wird und dort noch um einiges mehr Schnee liegen wird.

Race holt mich um 8.30 Uhr an meinem Motel zum Weiterwandern ab.

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Zuvor hab‘ ich schon Nick vorbeiziehen sehen und Banjo ist auch bereits wieder auf dem Trail.

Jetzt wollen wir doch mal sehen was da oben so alles an Schnee liegt.

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Zuerst nicht allzu viel.  Vielleicht an die 10 – 20 cm. Aber alles angetaut, weich, matschig und nass. Hinzu kommt die ein oder andere Bachüberquerung mit eiskaltem Schmelzwasser.

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Oben angekommen treffen wir auf Nick und Banjo bei ihrer Pause.

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Es ist gut, dass die beiden vor uns gelaufen sind. So konnten wir einfach den Fußstapfen folgen. Der Weg ist unter dem Schnee streckenweise nicht auszumachen und ich bin dankbar für mein GPS, dass uns immer wieder während des Tages auf den rechten Weg zurückführt.

Noch während wir alle beisammen sitzen kommt ein weiterer Hiker,  ich meine er nennt sich ‚Stabby‘, dazu.
Nun geht es zu fünft weiter. Ganz schwach sind noch die Fußspuren von Mij im Schnee auszumachen. Er ist gestern alleine bei miserablenm Wetter losgelaufen. Respekt!

Nun wird der Schnee stellenweise höher und wir sinken immer wieder knietief bis hüfthoch ein.
Einmal muss ich mich auf den Bauch legen, damit ich mich robbend  überhaupt wieder aus dem Schnee befreien kann.

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Noch zwei Hiker stoßen zur Gruppe und es geht zu siebt weiter.
In einer kurzen Pause wird rasch ein Hiker-Schneemann gebaut.

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Ich kann mit dem Tempo der Truppe nicht mithalten und falle immer wieder zurück. Da sich die Truppe jedoch häufiger ‚verfranst‘ und stehen bleiben muss, weil sie nicht weiter weiß,  kann ich wieder aufschließen und mit dem GPS aushelfen. Sobald es aber beim Abstieg unter die Schneefallgrenze geht sind alle weg. Nur Race hat noch auf mich gewartet und so haben wir den Tag,  wie wir ihn begonnen hatten, auch gemeinsam beendet.

Ein anstrengender Tag mit durchgehend  nassen Füßen. Nicht einer meiner Favoriten!
Und ich habe für mich entschieden nach der Ghost Ranch nicht in die Berge hochzuziehen sondern einen ungeliebten Straßenlauf – um den Schnee herum- nach Chama vorzunehmen. Oder doch nicht? Ach, ich weiss nicht…
In Chama muß ich eine weitere Entscheidung treffen. Warten bis der Schnee weiter geschmolzen ist und dann aufsteigen in die hohen Berge Colorados oder einen sogenannten  Flip-Flop durchzuführen, d.h. Colorado erst einmal auslassen, nach Wyoming reißen, den dortigen Abschnitt wandern und im Anschluß Colorado nachholen.

Bis dahin ist noch ein paar Tage Zeit und vielleicht ändert sich ja das Wetter noch zu unseren Gunsten.

Minimum Tag 10 Grad Celsius
Maximaltemperatur 36 Grad Celsius

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4 Kommentare

  1. lucia

    Finde ich klasse das du auch zeigst wer noch so gelegentlich mit dir unterwegs ist. Was ist eigentlich aus Müsliman geworden ?
    Und Frauen, sind außer dir noch welche dabei?

    • mariaelfe

      Von Müsliman hab ich nichts mehr gesehen oder gehört. Die meisten Mädels sind paarweise mit ihren Freunden unterwegs. Gestern hab ich noch eine getroffen, ‚Kiddo‘, die glaube ich auch alleine läuft.

    • mariaelfe

      Ich denke dazu war es dann doch wieder zu matschig. Nur an den Stellen wo die Schneewehen lagen wären sie nützlich gewesen.

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