Kategorie: 2016/2017 Te Araroa

Wellington

Hallo, 

wir sind gut in Wellington angekommen und werden hier ein paar Tage bleiben. Aufgrund technischer Probleme folgen die nächsten Blogberichte etwas verzögert. Bitte habt Geduld!

Hello, 

we arrived in Wellington and we are well. We will stay here for some days. Because of some technical issues the next blog posts will be published with a little delay. Please be patient!

Day 81 – 4. Feb: Waitewaewae Hut (8 km/ Total 1485 km)

We put on our wet socks and shoes and head out in a chilly morning for our biggest climb in these ranges, the Mt. Crawford Summit (1462 meters). It is still all fogged in during the climb and a pretty strong wind tries to blow us back down the mountain.

Once we make the top of the summit we get a great goodby-gift. The wind moves the clouds around us… and boom…for a brief moment we could see all around us. A spectacular view indeed.

This is what we’ve been waiting for. We could see for miles, trees as green and lush as could be, a raging majestic river cutting through the valley of these beautiful mountains. Then the brief moment is gone. Clouds again covering all we just saw. Oh well, we had our view and we appreciate it! 

Now time to put cameras away and start hiking down, leaving the ranges. After crossing the Otaki River on a swing bridge we reach the Waitewaewae Hut for our lunch break. 

Otaki River

The twins and Nikita are there too but continuing on. The hut is awesome and although we planned to go 10 more kilometers today to another hut we decide to stay. We would have time and power enough to go further but WE CAN’T LEAVE THIS HUT! 

Waitewaewae Hut

Waitewaewae Hut

Waitewaewae Hut

Waitewaewae Hut

Waitewaewae Hut: Entry and water spicket/ Eingang und Spülbecken

Clean, great big windows around it with plenty of view for the outside, a beautiful river for swimming and a working wood stove with plenty of DRY wood and working tools to cut it. Oh boy, feels like we hit the lottery. 🙂 And we will still be able to reach the next town to see the Superbowl! Go Patriots, go! 🙂 🙂 🙂
Temperatur 9-24 Grad Celsius 

Wir schlüpfen in unsere nasse Socken und Schuhe und ziehen an einem kühlen Morgen los, zu unserem größten Anstieg in den Tararua Ranges dem Mt. Crawford Summit (1462 Meter). Während des Anstieg ist immer noch alles in Nebel gehüllt und ein ziemlich starker Wind versucht uns den Berg hinunter zu treiben. Als wir den Gipfel erreichen erhalten wir ein tolles ‚Abschiedsgeschenk‘. Der Wind schiebt die Wolken zur Seite…und boom… für einen kurzen Moment können wir alles um uns herum sehen.  

Eine wirklich spektakuläre Aussicht! Darauf haben wir gewartet. Wir konnten meilenweit sehen. Bäume so saftig und grün wie man sich nur vorstellen kann,  ein reißender, majestätischer Fluß der sich seinen Weg durch das Tal dieser schönen Berge bahnt.

Dann ist der kurze Augenblick auch schon wieder vorbei. Die Wolken verhüllen erneut all das, was wir eben noch sehen konnten. Nun ja, wir hatten unsere Aussicht und wir wissen es zu schätzen!  Nun ist es Zeit die Kameras wegzupacken und wieder hinabzusteigen. Wir verlassen die Tararua Ranges. 

Nachdem wir den Otaki River auf einer Hängebrücke überqueren erreichen wir die Waitewaewae Hut für unsere Mittagspause. Die Zwillinge und Nikita sind auch da, ziehen aber weiter. Die Hütte ist beeindruckend und obwohl wir eigentlich geplant hatten 10 weitere Kilometer zur nächsten Hütte zu laufen, entscheiden wir uns zu bleiben. Wir hätten zwar Zeit und Kraft genug weiter zu laufen aber WIR KÖNNEN DIESE HÜTTE EINFACH NICHT VERLASSEN! 

Waitewaewae Hut

Waitewaewae Hut

Waitewaewae Hut

Waitewaewae Hut

Waitewaewae Hut

Sauber, tolle große Fenster rundum mit reichlich Aussicht, ein wunderschöner Fluß zum schwimmen und ein Holzofen mit jeder Menge TROCKENEM Holz und funktionierendem Werkzeug um es zu zerteilen. 

Waitewaewae Hut :Badewanne /bath tub

Toilette

Mensch, es fühlt sich an als hätten wir in der Lotterie gewonnen. 🙂 Und wir werden trotzdem noch rechtzeitig die nächste Stadt erreichen um den Superbowl sehen zu können. Go Patriots, go! 🙂 🙂 🙂 

Waitewaewae Hut: candle light/ Kerzenlicht

Day 80 – 3. Feb: Nichols Hut (12 km/ Total 1477 km)

Maria: In leichtem Regen geht’s los, vorbei an pelzigen Bäumen.

Bergauf, bergab. Ich stürze mehrmals. Wenn ich an die anderen meiner Trails denke, kann ich die Stürze an einer Hand abzählen. Hier auf dem TA ist dies sozusagen das tägliche Pensum. Heute sehen wir tatsächlich zum ersten Mal hier in den Tararua Ranges die Sonne und sogar ein wenig blauen Himmel (wenn auch nur für wenige Sekunden). Der Nebel und die Wolken verziehen sich ganz kurz und wir erhaschen einen Blick auf gewaltige bewaldete Bergrücken und einen Fluß. Die Ranges müssen wirklich toll sein – wenn man sie sehen kann!
Es ist windig und geht steil bergauf. Zum Teil klettern wir, versuchen mit Händen und Füßen Halt zu finden. Als ich so ‚im Berg‘ hänge, und ich mich – mehr oder weniger verzweifelt – an einem Grasbüschel festkralle, dass sich bedenklich locker zur Seite neigt, schießt mir der Gedanke durch den Kopf: ‚ich hätte in Levin besser auf die zweite Pizza verzichten sollen‘. 

Temperatur: 11-26 Grad Celsius 

David: Das Wandern heute war eine Herausforderung. Maria ist ein paar Mal filmreif gestürzt, Füße voraus und harte Landung auf dem Rücken. Leider lief die Kamera nicht mit. 😉 ‚Unsere‘ Hütte haben wir heute makellos rein hinterlassen.

Ready to leave Te Matawai Hut/ bereit aufzubrechen

Wir sind zur 12 km entfernten Nichols Hut gewandert. Entlang der Bergrücken, mit deutlichen Höhenunterschieden. Die Hütte stinkt schrecklich. Der Gestank von etwas Verrottetem an der Tür. Maria hat für uns zwei Matratzen mit Reinigungsmittel abgewischt. Nun riecht es wenigstens besser als zuvor. Nichols Hut ist für sechs Personen gedacht. Es sind fünf Hiker hier. Der junge deutsche Hiker, Nikita, die beiden Zwillinge Mike und Dave aus den USA und ich und Maria. Das Wetter war besser heute. Nur etwas leichter Nieselregen und Wolken. Keine große Aussichten auf irgendeinem der Berge oder Aussichtspunkte. Nur Nebel, Nebel und noch mehr Nebel. Meine neuen Stiefel sind Mist. Sie fallen auseinander. Das rechte Knie tut mir deswegen weh. Ohne Halt durch die Stiefel rutsche ich ständig. Ich habe keine Bodenhaftung. Wir werden neue Schuhe in Wellington kaufen. Dieser Abschnitt des Weges war zu viel für die Schuhe.

Nichols Hut

Maria: We start in light rain, passing by some furry trees. 

Uphill, downhill. I fall a few times. Thinking about all the other trails I did so far, I can count my falls on one hand. On the TA this is so to speak the daily average. Today we see the sun and even a little piece of blue sky for the first time here in the Tararua Ranges (but just for seconds). The fog and the clouds move away for a brief moment and we can catch a glimpse of enormous tree-covered mountain ranges and a river. The Tararua Ranges must be really great – if you can see them!

It’s windy and it is a steep uphill. Partly we have to climb, try to get hold with hands and feet. As I am hanging there ‚in the mountain‘, trying – more or less desperate – to cling on a tuft of grass, which is bending questionably loose to the side, a thought shoots through my head: ‚ I should have went without the second pizza, back there in Levin‘!

David: Travelling today was a chore. Maria fell a few times just like in the movies feet out in front, then hard landing on her back. Too Bad the camera wasn’t on. 😉

‚Our‘ hut we left immaculate spotless. We travel to Nichols Hut, 12 km away. All mountain range hiking. Lots of changing elevation. The hut smells awful. The stench of something rotten at the door. Maria cleaned our mattresses with some cleaner. At least it smells better than it did in here. Nichols Hut is a six men hut. There is five of us now. The young  German hiker, Nikita, the twin brothers Mike and Dave from the US and me and Maria. The weather held out today. Some light drizzle and just cloudy. No great views on top of any mountain viewing areas. Just fog, fog and more fog. My new boots suck. They fall apart. My right knee hurts because of that. Without support of the boots I am slipping. I have no traction. We will buy new boots in Wellington. This part of the trail was to much for them. 

Nichols Hut

Day 79 – 2. Feb: Wir bleiben noch einen Tag/ We stay another day 

Maria: Wir bleiben in der Te Matawai Hütte. Der frühe Morgen sieht zwar vielversprechend aus (endlich sehen wir mal etwas von der Umgebung und nicht nur Nebelschwaden und Regenwolken), über den InReach-Explorer stehen wir aber mit unseren Trailangeln Elmar und Frieda in Verbindung, die uns den Wetterbericht durchgeben. Regen und Sturmböen sind angesagt. Wir bleiben!!! 

Endlich etwas Aussicht/ finally a little view

Danke für die Wetterberichte! Ich nutze die kurze Zeit ohne Regen und zerre lose Äste aus dem Busch zur Hütte. Gestern hatten wir bereits einiges an nassem Holz in die Hütte geschafft und tatsächlich noch ein Feuer gezaubert, mit Hilfe von Eukalyptusöl (Insektenrepellent), Papier, den Wachsresten abgebrannter Kerzen, einem Tampon und kleinen Holzspänen die David mühsam mit seinem Messer geraspelt hat. 

Te Matawai Hut

Auch heute schaffen wir es wieder ein Feuer zu entfachen und es ist heiß genug auch das nasse Holz zu verbrennen. 🙂 Nun sitzen wir hier, zerkleinern Holz, die Wäsche hängt zum Trocknen, wir essen, spielen Dame… Tische und Bänke sind mittlerweile sauber gewischt, der Boden gefegt,  wir haben einen Besucher (TA-Hiker aus Deutschland), der aber unbedingt in strömendem Regen weiter will. Seit Stunden SCHÜTTET es ununterbrochen. Ich hoffe wir werden nicht weggeschwemmt. Außerdem müsste ich mal auf Toilette. Die ist aber knapp 30 Meter von der Hütte entfernt. Trocken ist das nicht machbar! Mal sehen, wie lange ich es aushalte bevor mir der ‚Arsch platzt‘. 😉

  
David: Wir werden das Wetter einen Tag hier aussitzen. Eigentlich wollten wir heute einmal ausschlafen. Dazu ist es nicht gekommen. Wir stehen früh auf und tun, was Hiker eben so tun! Vorbereitungen treffen, in Bewegung bleiben! Der Regen gestern ist nichts, im Vergleich zu dem, was heute runterkommt. Wir zersägen nasses Holz seit wir hier angekommen sind. Mit dem Fuchsschwanz, einer der hier vorhandenen Sägen, könnte man noch nicht einmal Butter schneiden. Und von der anderen Handsäge löst sich ständig das Sägeblatt. Wir haben das Problem mit Sport-Tape gelöst. Nun sägen wir den ganzen Tag Holz. Was für eine Freude! 😦 Unser Feuer brennt gut, 50 % unserer Ausrüstung ist bereits trocken. 

Kleider trocknen/ drying clothes

Bis morgen müsste alles trocken sein. Wir dachten es wäre interessant herauszufinden, wie viel Wasser hier pro Stunde runter kommt und haben deswegen den Jetboil (meinen Kochtopf) nach draußen gestellt. Ich denke wir sind Hiker und Meteorologen! Zumindest haben wir dadurch noch etwas anderes zu tun als Holzhacken, den Ofen befeuern und Dame spielen. Als wir gestern hier ankamen waren wir völlig durchnässt. Wenn ich es in Worte fassen würde,  wie nass wir waren: Fische im Meer sind trockener als wir es gestern waren. Seit gestern hatten wir nur eine kurze Unterbrechung des Regens. Die kleine Regenfront hat einer großen Front Platz gemacht, die uns einen schönen Fluß entlang des Weges zur Toilette hinterlässt. Wir haben gestern etwas Verpflegung in der Hütte gefunden – eine ungeöffnete Packung Vegemite-Brotaufstrich, ein paar Nudeln, Cracker und Wraps. Wir haben das Vegemite gegessen. Es schmeckt nicht schlecht, eigentlich ziemlich gut. Nun verstehe ich endlich,  was die hier in ‚down under‘ unter einem Vegamite-Sandwich verstehen.

  
Maria: We stay at the Te Matawai Hut. The early morning looks promising (finally we can see something of the environment, not just fog and rain clouds) but with the InReach we stay in contact with our trailangels Elmar and Frieda and they send us the weather forecast. Rain and heavy gusts of wind are pronounced. We stay!!! Thanks for the weather forecast! I use the short time without rain and drag some wood out of the bush to the hut. Yesterday we already carried some wet wood into the hut and really managed it to start a fire with the assistance of eucalyptus oil (insect repellent), paper, the wax of some burned down candles, a tampon and little wood chips David grated arduous with his knive. Today we get a fire started again and it’s hot enough to burn even all the wet wood. Now we are sitting here, splitting wood, hanging the clothes to dry, we eat, play checkers … 

Te Matawai Hut

The table and the benches we cleaned, the floor is swept and we get a visitor (a TA hiker from Germany). But he absolutely wants to hike further… in pouring rain! It‘ s POURING now for hours without interruption. I hope we will not get washed away. Besides I have to go to the toilet! But the toilet is arround 30 meters away from the hut. No chance to get there and stay dry! Let’s see how long I can stand it! 😉

 

David: Well, we planned on sleeping late today since we already made plans to stay and wait out the weather one more day. But that didn’t happen. We are up early doing what hikers do! Preparing and staying busy. Yesterday’s rain was mild in comparison to today’s. We’ve been sawing wet wood since we arrived, more so today. 

Am Ofen aufwärmen / enjoy the warm stove

One saw is a carpenters saw that couldn’t cut butter, the other a cross-cut handsaw for small limbs, but the blade always falls off the front of it. We fixed that problem with first aid tape. Now we just cut wet wood all day – joy! 😦 Our fire is going well though and the gear is 50% dry. We should be ready by tomorrow. We thought it would be interesting to find out how much water we are getting per hour so we have the Jetboil (my cooking pot) outside filling up as we measure. We are hikers and meteorologists, I guess. At the very least it gives us something to do than just chop wood, fill stove or play checkers. When we arrived yesterday we were soaked! If I had to say how wet…well, lets put it this way: fish in the ocean are dryer than we were yesterday. But since yesterday we had a brief stopping of rain. 

Te Matawai Hut

The small storm left and now the big storm arrived, leaving us with a beautiful footpath river to the toilet. We found some food when we arrived yesterday – an unopened Vegemite spread, some noodles, crackers and bread wraps. We’ve been eating the Vegemite. It’s not bad, it’s pretty tasty. Now I know what the group ‚men from down under‘ mean when they say ‚a Vegemite sandwich‘!

Day 78 – 1. Feb: Te Matawai Hut (5 km/ Total 1465 km)

Maria: Strömenden Regen. Alles wie gestern. Sehr anstrengend! Die Hütte ist nicht so schön wie die erste, hat aber einen kleinen Holzofen. Nur: es gibt kein Holz. Kein trockenes Holz!

David: Es regnet und die Vorhersage für morgen verspricht starken Regen, und für übermorgen… nun, vergesst die Vorstellung von irgendeiner tollen Aussicht auf den Berggipfeln. Es ist aber klasse, all die kräftig leuchtenden Farben im Wald zu sehen. Der Boden ist dunkel, mit nassem Laub bedeckt, die Farne erscheinen in allen Schattierungen zwischen dunkel- und hellgrün. Obwohl sich die Sonne versteckt hält, erstrahlt der Wald in voller Schönheit. Der Weg ist matschig und der Schlamm stellenweise so tief, dass man sich manchmal fragt: „Hey, wo ist denn mein Fuß geblieben? Mensch, das war doch tiefer als ich dachte!“ Wir haben von Hikern gehört, die sich hier auf dieser steilen, schlammigen Strecke verletzt haben. Es ist aber nicht so schlimm – wir haben es zur Hütte geschafft. Völlig durchnässt. Aber das macht nichts. Die Hütte ist trocken. Wir haben Wasser hier und einen trockenen Platz zum essen und schlafen. 

Maria: Pouring rain.  No changes to yesterday.  Very exhausting! The hut isn’t as nice as the first one but has a little wooden stove.  But: there is no wood, well, no dry wood!

David: The day is rain and the forecast tomorrow heavy rain, and the day after… well,  forget the idea of any great view from top of the mountain. Well at least we are happy there still is vibrant colors in the forest. The ground is dark with wet leaves, the ferns are dark green and light green all mixed through. Even with the sun ‚hiding‘, the forest is still beaming with beauty.  The trail is muddy and the mud is deep in places. Sometimes you wonder as you step „where did my foot go? Boy, that was deeper than I thought!“ We heard about other hikers have been hurt lately trying to get here because of this steep muddy climb. We can tell you it isn’t that bad – we made the hut, completely wet. But that doesn’t matter. The hut is dry, we have water here and a dry place to eat and sleep. 

Day 77 – 31. Jan: Start Tararua Ranges -Waiopehu Hut (10 km/ Total 1460 km)

Unser erster Tag in den Tararua Ranges. Wir laufen im Regen los, und kommen im Regen an. Die Aussicht soll hier ja grandios sein. Nun ja, wir warten noch auf den ‚Durchblick‘. 

Eintrag ins ‚Intention-book‘ / writing into the intention book

Wie viel doch etwas Sonne ausmachen kann. Das merkt man, wenn man den ganzen Tag im Zwielicht des Waldes durch Schlamm watet, während dicke schwere Regentropfen vom Blätterdach auf einen herabfallen. Sind die Klamotten nach stundenlangem Regen undicht oder ist es der Schweiß, der für die zunehmende Feuchte sorgt? Mir ist nicht kalt, mir tut nichts weh, ich bin satt, mein Liebster ist bei mir und doch… die andauernde Feuchtigkeit und Dunkelheit hier im Regenwald ist erdrückend. Die Szenerie ändert sich kaum, es gibt keine Abwechslung, kein Gefühl des ‚Weiterkommens‘. Einfach nur noch ein Baum, und noch einer, und ein Farn, und wieder ein Baum….Da ist man bereits froh, wenn sich das düstere Steingrau der Wolken zu einem etwas helleren Mausgrau ‚mausert‘. 

Ein Trost: Wir wissen bereits, dass wir heute trocken in der Waiopehu Hut unterkommen werden. Das DOC (Department of Conservation) hat ein tolles Hüttensystem für Wanderer in Neuseeland. Gegen eine geringe Gebühr (abhängig von der Ausstattung der Hütte) oder durch Erwerb eines Hüttenpasses erhält man die Möglichkeit, die Hütten zu nutzen. Die einfacheren Hütten muss man noch nicht einmal buchen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Wir erreichen die Hütte also im Regen. Niemand ist da. So haben wir 18 Betten ganz für uns alleine. Wir hängen unsere nassen Sachen überall in der Hütte zum Trocknen auf, nutzen jeden Haken, und unser Seil als Wäscheleine…. doch ich zweifle am Erfolg. 

Draußen pfeift der Wind um die Hütte und der Regen zieht in Schwaden vorbei. Auf dem Geländer der Veranda kündigen kleine, braune Köttel nächtliche Besucher an.

Wir liegen gemütlich in unseren Schlafsäcken.  Und trotz allem Unbill: Ich bin glücklich! 

Temperatur 12-23 Grad Celsius 

Waiopehu Hut

Waiopehu Hut

Waiopehu Hut

Waiopehu Hut

Our first day in the Tararua Ranges. We hike out in rain and we arrive in rain. The view up here is suppose to be outstanding. Well, we still wait for it.

Unsere Aussicht/ our view

How much a little sunlight can do to you. You recognize it, if you wade the whole day through mud in the twilight of the forest while thick and heavy raindrops fall down on you from the canopy. Is the gear wet after hours of rain or is it the sweat who causes increasing moisture? I am not cold, nothing hurts, I am not hungry, my darling is here with me, nevertheless… the constant dampness and darkness here in the rainforest is depressing. There is nearly  no change of scenery, no change at all, no feeling of ‚progressing‘. Just another tree, and another one, and a fern, and another tree again… In this situation you are already happy if the gloomy stone-grey of the clouds lightens up to a little brighter mouse-grey.

A good thing: We already know that with the Waiopehu Hut we will have a dry place to stay overnight today. The DOC (Department of Conservation) offers a great hut-system to hikers in New Zealand. By paying a small fee (depending on the hut standard) or by buying a hut-pass you get the right to use the huts. The more basic huts you even dont have to book. Who comes first, serves first.

Therefore we reach the hut in rain. No one is there. So we have all 18 bunk beds for ourselves. We spread out our clothes to dry all over the hut, using every hook, and our rope as clothes-line. But I got my doubts that they will dry. 

Outside the wind is howling arround the hut and rain passes by in curtains. On the railing of the veranda brown small balls promise nightly visitors.

We are lying comfy in our sleepingbags. And despite all adversity: I am happy!


Day 76 – 30. Jan: Chlor-Tabletten/ chloride-tablets

… waren das Einzige, was wir hier im Ort finden konnten. Nicht unsere erste Wahl, aber wir werden uns bis Wellington damit begnügen müssen. Ich freue mich jetzt schon auf den köstlichen Geschmack. Prost!

… was the only thing we could find here in town. Not our first choice but we have to deal with it now until we reach Wellington. I am already looking forward to the delicous taste. Cheers!

Day 75 – 29. Jan: Levin (28 km/ Total 1450 km)

Wolken überall. Aber es regnet nicht. So geht es  im Dämmerlicht des Waldes, feucht und schlammig weiter. Der völlig unerwartet und plötzlich vor mir auftauchende, bellende Hund jagt mir einen riesen Schrecken ein. Mein Herz rutscht in die schlammverkrustete Hose. Jäger auf Schweinejagd kommen uns entgegen. 

Am Tokomaru Reservoir bleibt Zeit, um für mehr Tageslicht, weniger Schlamm, Kraft, Ausdauer…. zu bitten. Vielleicht zu viel verlangt!? 😉

Tokomaru Reservoir 

Unser UV-Licht zur Wasseraufbereitung funktioniert nicht mehr. Wir müssen unser Trinkwasser jetzt abkochen. Das dauert ewig. In Levin, das wir heute erreichen sollten, müssen wir uns deswegen nach einem neuen Filtersystem/ Tabletten zur Sterilisation des Wassers umsehen.

Bei unserer Rast verhindern Wolken am Horowhenua Lookout die angeblich fantastische Weitsicht. Wir sind aber schon zufrieden, uns auf den trockenen Brettern ausstrecken zu können. Die Beine sind schwer und müde. Der Schlamm fordert seinen Tribut. 

Horowhenua Lookout 

Abends: Ankunft in Levin.

  

Clouds everywhere. But no rain. So we continue our damp and muddy hike in the twilight of the forest. The completely unexpected and suddenly appearing dog, barking at me, gives me a big fright. My heart sinks into my mud-crusted boots. Hunters on pig hunt pass by.

At the Tokomaru Reservoir is time enough to ask for more daylight, less mud,  power, endurance…  Maybe asked for too much?! 😉

Tokomaru Reservoir

Our UV-light, for water purification, works no more. We have to cook our drinking water now. That’s pretty time consuming. In Levin, which we should reach today, we will look for a replacement for our water treatment (filter system/tablets).

At our break at the Horowhenua Lookout the clouds prevent us from enjoying the apparently fantastic view. Good enough, we can stretch out on the dry wooden boards. The legs are heavy and tired. That’s the price  mud demands. 

Horowhenua Lookout

At the end of the day – out of the rainforest / am Tagesende – raus, aus dem Regenwald

Evening: We arrive in Levin 

Day 74 – 28. Jan: Burtton’s Whare Site (39 km/ Total 1422 km)

Die erste Hälfte des Tages ist ‚easy going‘, der Straße entlang, aus der Stadt hinaus. Später folgen wir Fahrrad- und Waldwegen. Nicht spektakulär, aber gut zu laufen. Den Abend beschließen wir auf dem Burttons Track, im Regenwald – mit einigen Flußüberquerungen und unserem geliebten Schlamm. Camp auf einer kleinen Lichtung, in der Nähe dieses Schildes.

First part of the day is ‚easy going‘ along roads, outside town. Later along bike trails and forest roads. Nothing spectacular but good to hike. Ending our day on Burtons Track in the rainforest – with river crossings and our beloved mud. Camp on a small clearing, close to the sign (see picture!).

Greetings to Noelle

Day 72 – 26. Jan: Noch mehr Roadwalk/ even more roadwalk ( 32 km/ Total 1383 km)

Morgenkaffee im Sommerhaus.

Morning coffee

Zweites Frühstück in Fielding. 

Second breakfast in Fielding

Am Ortsausgang treffen wir Danielle. Gemeinsam geht es weiter nach Palmerston North.
Willkommene Unterbrechung des Roadwalk: Brombeeren

Blackberries along the road

Temperatur 12-30 Grad Celsius 

Morning coffee in the summer house.

Second breakfast in Fielding. 

Walking out of town we meet Danielle again and hiking towards Palmerston North together.

Welcome break of the roadwalk : Blackberries along the trail

Day 71 – 25. Jan: Mehr Roadwalk/ more roadwalk (36 km/ Total 1351 km)

Danielle, sie hat am selben Campingplatz übernachtet, macht sich einige Minuten vor uns auf dem Weg zum Strand. Ein schwarzer Strand! Mit jeder Menge ausgewaschenem und gebleichtem Treibholz. Ein schöner Kontrast.

Leider geht es nur 8 km am Strand entlang bevor wir, gefühlte Ewigkeiten, meist im Regen, den Wegen und Straßen nach Bulls folgen. 

Den Einwohnern gefällt offensichtlich ihr Ortsname:

Trash barrell/ Mülleimer

‚Const-a-bull‘ at the police station

Wir übernachten im Sommerhaus des Mount Lee Reserve. Dort dürfen wir unsere Isomatten ausbreiten und wettergeschützt, ohne unser Zelt aufbauen zu müssen, einschlafen. Dankeschön! 

    

Danielle, she stayed at the same campground, is heading out to the beach a couple of minutes before us. A black beach! With a lot of washed out, bleached driftwood. A beautiful contrast.

Unfortunately we follow the beach for just 8 km before we have to walk, mostly in rain, it felt like an eternity, on the roads to Bulls. 
The inhabitants really like their towns name (see pictures above!)

Ready for andrological examination/ bereit zur andrologischen Untersuchung

We stay overnight in the summer house at the Mount Lee Reserve. We are allowed to lay out our insulating matresses and fall asleep weather protected, without setting up our tent. Thank you!
Temperatur 17-23 Grad Celsius 

Day 70 – 24. Jan: ‚They never promised us a rosegarden‘ (30,5 km/ Total 1315 km)

Roadwalk, den ganzen Tag,…  mit Schafen auf dem Weg zum Teller.

‚They never promised us a rosegarden’…aber wir haben ihn gefunden. 🙂

Roadwalk, the whole day,…  with sheeps on their way to the plate. 
‚They never promised us a rosegarden‘ ….but we found one. 🙂

Temperatur 18-33 Grad Celsius 

Day 67-69/ 21.-23. Jan: Whanganui 

Wir verbringen das Wochenende in Wanganui. Am Samstag fahren wir mit Fahrrädern kreuz und quer durch die Stadt, auf der Suche nach einem neuen Aluminiumrohr fürs Zelt. Beim fünften Laden werden wir endlich fündig und nehmen auch gleich noch einen Kleber für Davids nötige Schuhreparatur mit. 

 

Wir besuchen das Whanganui Vintage Weekend und Whanganui Riverside Festival, ein Volksfest, dass an die Wurzeln der Herkunft der Einwohner erinnert. Oldtimer Ausstellung, Kostümparade, Bands, Seifenkistenrennen, Dampfschifffahrt, und vieles mehr…

We spend the weekend in Whanganui. On saturday we ride on bikes all around town to find a replacement for the damaged aluminium pipe for our tent. At the fifth store we are finally successful, plus we grab a glue for Davids necessary shoe repair.

We visit the Whanganui Vintage Weekend and Whanganui Riverside Festival, a fair which reminds of Whanganuis heritage roots. Vintage exhibition, costume parade, bands, soapbox races, paddle steamer (steamboat), and more….

Day 66 – 20. Jan: In the clouds/ in den Wolken

We hike up the Alpine Crossing (which is pretty well visited daily, even under todays conditions) to Red Crater. 

Freezing rain, wind and fog make it impossible to see the Red Crater or anything else further away then 20 meters. 

Without sight it’s to dangerous to try to do the summit of Mt.Ngauruhoe (‚Mount Doom‘). So with that we didn’t see anything but lots of fog, fog so heavy, it was like walking through soup.

There is no place you could wait out the clouds and the fog to go. And you have to keep moving to stay warm.

So we decide to return. Dissapointed, because we couldn’t see any of those great views up here. Dissapointed, because we were looking forward to this moment for such a long time. 

Maybe, but I doubt it, we will find time after finishing the Te Araroa to go back here again in clear weather conditions. 

But we still managed to laugh as we descend because the looks on the faces of the  people coming up, looking at us coming down. You could tell they were thinking twice about their venture. Especially after seeing my frozen beard and eyebrows. 

After we reach the base again the clouds are slowly clearing up. Too late for us but at least we can catch a view of Mt. Ngauruhoe. 

Mt. Ngauruhoe (Mt. Doom/ Schicksalsberg)



Wir wandern auf dem Alpin Crossing (dass, selbst unter den heutigen Bedingungen, täglich gut ‚belaufen‘ wird) zum Red Crater hinauf. 

Schneeregen, Wind und Nebel machen es uns unmöglich den Red Crater oder irgend etwas anderes außerhalb der Sichtweite von 20 Metern zu sehen. 

Ohne Sicht ist es zu gefährlich den Aufstieg zum Mount Ngauruhoe (‚Schicksalsberg‘) zu wagen. Wir haben also nicht viel gesehen außer Nebel. Nebel so dick, als würde man durch eine Suppe laufen. Es gibt keinen Ort an dem man darauf warten könnte, dass sich die Wolken und der Nebel verziehen. Und man muß in Bewegung bleiben um nicht zu frieren.

Also entschließen wir uns umzukehren. Enttäuscht,  weil wir keine der grandiosen Aussichten hier oben sehen konnten. Enttäuscht,  weil wir uns so lange auf diesen Moment gefreut hatten. 

Vielleicht, auch wenn ich es bezweifle, werden wir nach Abschluss des Te Araroas noch etwas Zeit finden, um bei besseren Wetterbedingungen zurück zu kehren.

Aber wir lassen uns die Stimmung nicht verderben und müssen beim Abstieg sogar lachen. Der Ausdruck in den Gesichtern der aufsteigenden Wanderern, als sie uns zurück kehren sehen, ist unbeschreiblich. Man konnte sehen, dass sie an ihrem Unternehmen zu zweifeln begannen. Erst recht als sie meinen gefrorenen Bart und unsere gefrorenen Augenbrauen gesehen haben.

Als wir unten ankommen, beginnen die Wolken sich langsam zu verziehen. Zu spät für uns! 

Aber zumindest bekommen wir Mt. Ngauruhoe noch zu sehen.

Mt. Ngauruhoe

Day 65 – 19. Jan: National Park Village 

We have to wait! The weather conditions (clouds, rain, snow and gale winds) force us to stay at the youth hostel. The only ‚maybe‘ timewindow for us to hike out is tomorrow.

Carbohydrate intake/ Kohlenhydrate Zufuhr

Wir müssen warten! Die Wetterbedingungen (Wolken, Regen, Schnee, Sturmböen) zwingen uns in der Jugendherberge zu bleiben. Das einzige ‚mögliche‘ Zeitfenster für uns, um einen Aufstieg zu wagen, ist morgen.

Day 64 – 18. Jan: Ride to National Park Village/ Fahrt zum National Park Village 

We stayed overnight in Wanganui waiting for our canoe rental pick-up and our ride to National Park Village (in the Tongariro National Park) today. There we want to hike a part of the Alpin Crossing and climb the summits of Mount Ngauruhoe (‚Mount Doom‘ of Lord of the Rings) and Mount Tongariro.

Wir haben in Wanganui übernachtet. Der Kanuverleiher holt heute die Boote ab und bringt uns zum National Park Village im Tongariro National Park. Dort wollen wir einen Teil des Alpin Crossings wandern, den Mount Ngauruhoe (den ‚Schicksalsberg‘ aus Herr der Ringe) und Mount Tongariro besteigen.

Day 63 – 17. Jan: Whanganui (60 km/ Total 1284,5)

With our day of 60 km ahead of us Maria and I are up with the early sun. We are efficient now in our speed to pack and get moving.

‚The Flying Fox ‚: our tent/unser Zelt

 The gear all loaded on the canoe we headed out for our last day on the river! Even with our differences of techniques or opinions we both agree this has been lots of fun! and we wish we had more days of it. The first 35 km today was a good paddle with some rapids and good river current. At one point between this we took a break on this island. We didn’t plan on taking a break here at first. We were gonna go right by but the big dead drowned animal on it made it an interesting stop. 

Better wear a life jacket!/ Immer mut Schwimmweste los!

So with the canoe pulled in we made our way over to the drowned rotting carcass. It was a bull that got to close to the river without his life jacket ha,ha. He was probably  to bull headed to put it on. 🙂   This guy was there for a little bit, the teeth had fallen out and the hide was cooked tight from the sun. When the wind came by up on him the stench …well you can only imagine. 

After taking some pictures of the deceased we decided to have our snack break -not much stops a die hard hiker from eating. 

 

Making Hipango Park we take our last break of the day as we have to wait for the High Tide change. 

Hipango Park: Playing the drums….

…to influence…/… um die Gezeiten…

…the Tide. /… zu beeinflussen

From Hipango Park to Whanganui the river has Tidal changes because it flows directly into the ocean. Since paddling against High Tide coming in is redundant we wait for Low Tide to go with the flow. We finished our last part of the day paddling to Whanganui with college rowing teams flying by us in the opposite direction. Mind you they have about 8 young men rowing so they can go fast, but as they start to approach us and pass, me and Maria dig into the water harder. We’re 43 and 50 but we’re not showing it. 😉   Our paddles are cranking, water is churning, we are fast and steady, and moving! Then the rowers go by they can’t see us and we relax. 🙂 Now just around the corner we see our landing to the end of our river adventure.

Wir stehen mit den ersten Sonnenstrahlen auf. 60 km liegen vor uns. Mittlerweile sind wir richtig gut und schnell im Packen. Die Ausrüstung im Kanu verstaut, starten wir zu unserem letzten Tag auf dem Fluß. Trotz unserer Meinungsverschiedenheiten über Rudertechniken sind wir uns einig, dass diese Tour toll war, und wir wünschten, wir könnten noch ein paar Tage länger auf dem Fluß verbringen.

Die ersten 35 km kommen wir gut voran, dank einiger Stromschnellen und einer guten Strömung. 

Zwischendurch halten wir an einer Insel an. Wir hatten nicht geplant, dort eine Pause einzulegen. Wir wären daran vorbei gefahren, hätten wir nicht diesen großen Körper eines toten, ertrunkenen Tieres entdeckt. Dies weckte unser Interesse. Wir ziehen das Kanu an Land und laufen zu dem verwesenden Kadaver. Es ist ein Bulle der sich zu nahe an den Fluß gewagt hat – und ohne Schwimmweste,  ha, ha, ha. Er war vermutlich zu ‚bullheaded‘ (dickköpfig) um sie anzuziehen. 🙂 Dieser Kerl liegt hier schon eine Weile. Die Zähne herausgefault, die Haut, in der Sonne gebraten, spannt sich. Wenn der Wind über ihn hinwegweht ist der Gestank…..na, ja, das könnt ihr euch ja sicher vorstellen.

Nachdem wir ein paar Bilder von dem Verblichenen geschossen haben, legen wir eine Vesperpause ein. Nicht vieles kann einen hartgesottenen Hiker vom Essen abbringen.

Wir erreichen Hipango Park und machen unsere letzte Pause. Wir müssen auf den bald einsetzenden Gezeitenwechsel warten. Zwischen Hipango Park und Wanganui wird der Fluß von den Gezeiten beeinflusst, da er in Wanganui in den Ozean fließt. Es macht wenig Sinn gegen die Flut zu paddeln. Deshalb  warten wir auf die Ebbe um mit dem Sog zu paddeln. 

Hipango Park: waiting for the Tide/ Warten auf die Gezeiten

Auf dem letzten Abschnitt der heutigen Strecke, kurz vor Wanganui, kommen uns mehrere Ruderboote mit College-Teams entgegen. Acht junge Männer pro Boot. Da könnt ihr euch vorstellen wie schnell die sind. Als sie sich uns nähern beginnen ich und Maria härter zu rudern. Wir sind 43 und 50 Jahre alt….aber wir zeigen es nicht. 😉 Unsere Paddel rotieren, das Wasser schäumt, wir paddeln schnell und gleichmäßig. Dann sind die Ruderer an uns vorbei und können uns nicht mehr sehen. Wir entspannen uns wieder. 🙂 

Nicht weit, nur um die nächste Kurve, sehen wir unsere Anlegestelle, das Ende unseres  Fluß-Abenteuers.


 


    Day 62 – 16. Jan: The Flying Fox (28,5 km/ Total 1224,5 km)

    It’s  a short day today. Me and Maria have a beautiful day with river rapids and paddling, just enjoying the blue skies and cool breezes along the Whanganui River. During the hot afternoon we cool down each other with some paddle splashing. First by accident and then purposely! 🙂 Some soaked palm tree husk’s, which came floating by, we put upon our heads like pirates and took command of the canoe.

    With soaked heads and smiles abound we were laughing  and cool!! As we continue our journey down this grand river I can’t help but think of it as a lost river with these towering river walls on each side. It reminds me of something out of ‚KING KONG‘. With one quick turn around another bend the landscape changes again and now its covered with wild goats all along the river banks. With yesterday’s all day of rain the river was high today and running swiftly. This was definitely a nice gift. So we ended our day at a easy 28 km at a place called the ‚The Flying Fox‘ (Campground with picturesque cottages).

    It gets it’s name from a type of  basket and cable. The cable is strung across the river about a 100 ft. up and the basket runs across on the cable carrying  people, groceries or whatever else. 

    the flying fox

    To get across from the other side you just bang on a big gong, they yell back,  you get  in the cage and you are on your way. 

    flying fox: on the way to the other side/auf dem Weg zur anderen Seite

    Kelly operating the flying fox/ Kelly steuert den flying fox

    Only other way to get here is by river. Its a beautiful camp with lemon, orange and grapefruit trees around. Mind you we only stopped for some resupply we looked around and liked it, so here we stay tonight as we get ready for our 60 km river tour tomorrow. 
    Temperatur 14-27 Grad Celsius 

    Heute ist ein kurzer Tag für uns. Ich und Maria verbringen einen schönen Tag mit Stromschnellen und paddeln, genießen den blauen Himmel und die frische Brise am Wanganui River. Während des heißen Nachmittags finden wir, erst aus Versehen, dann mit voller Absicht 🙂 ,  Abkühlung durch das Spritzwasser der Paddel. Die Blätter einer Palme treiben an uns vorbei. Wir fischen sie aus dem Wasser, setzten sie uns auf den Kopf und übernehmen ‚als Piraten‘ das Kommando über das Kanu. 

    Die feuchten Blätter kühlen zum einen unsere Köpfe zum anderen sorgen sie für viel Freude und Gelächter!!! Wir setzen unsere Reise auf diesem großen Fluß fort und mit einem Mal – mit diesen turmhohen Flußwänden zu beiden Seiten – habe ich das Gefühl, in einer anderen, unberührten, Welt zu sein. Es erinnert mich ein wenig an die Landschaften in ‚King Kong‘. Mit einer raschen Kehre um die nächste Kurve ändert sich die Szene schlagartig. Nun ist das Flußufer beidseitig mit wilden Ziegen bevölkert.

    Durch den vielen Regen gestern ist der Fluß heute etwas höher und fließt schneller. Ein wahres Geschenk für uns.

    Nach 28 km endet unser Tag am ‚The Flying Fox‘ (Campingplatz mit malerischen Gästehäusern). 

    Der Flying Fox selbst, ist ein Metallkorb der entlang eines Stahlkabels den Fluß in einer Höhe von 100 Fuß, überquert und dabei Menschen, Vorräte und vieles mehr transportieren kann. Um vom anderen Ufer aus zum ‚The Flying Fox‘ zu gelangen muß man einen großen Gong schlagen, der Korb wird zu einem geschickt, man steigt ein und schon ist man auf dem Weg. Der einzige weitere vorhandene Zugang erfolgt über den Fluß. Es ist ein wunderschöner Ort mit Zitronen-, Orangen- und Grapefruitbäumen. 

    Ursprünglich wollten wir nur anhalten, um ein paar Vorräte aufzustocken. Es gefällt uns beiden aber so gut, dass wir bleiben. Morgen liegt eine letzte Etappe von 60 km vor uns.