Kategorie: i) Jan-2017

Day 54 – 8. Jan: Sam Pepper (22 km/Total 1052 km)

Dank der großen Strecken, die wir in den letzten Tagen gelaufen sind, bleiben heute nur 22 km übrig, um unseren nächsten Versorgungspunkt, Taumarunui, zu erreichen. Es geht die ganze Zeit an Landstraßen entlang, die zum Glück nur wenig befahren sind. 

Der heutige Höhepunkt des Tages, und ein Höhepunkt des gesamten Trails überhaupt, der unvergessen bleiben wird und der uns ein Lachen ins Gesicht und in die Herzen gezaubert hat ist der ‚Te Araroa Time-Out‘-Stand des zwölfjährigen Sam Pepper.

Mit Obst, frischem Wasser, Süßigkeiten und anderen Erfrischungen, sowie jeder Menge Liebe fürs Detail, hat dieser junge Mann eine kleine Oase für die Te Araroa Hiker erschaffen.

In einem Buch konnten wir uns eintragen und mit Hilfe von Markierungsnadeln unsere Herkunft auf einer Landkarte festhalten. Was für eine tolle Idee! 
Vielen Dank, Sam, dafür, dass du diesem Trail soviel Magie verleihst und uns Hikern dadurch Kraft gibst, die Strapazen zu überstehen. Hoffentlich wirst auch du einmal ähnliche Erlebnisse auf deinen Wegen haben! Happy trails, Sam!

Temperatur 16-28 Grad Celsius 

Thanks to the long distances we were able to do in the last few days, we just have 22 km left today to reach Taumarunui, our next resupply point. We have to walk the complete section along country roads. Fortunately calm roads with nearly no traffic. 
The highlight of our day, and a highlight of the whole trail, which will be unforgettable for us and which puts a smile in our faces and in our hearts, was the ‚Te Araroa Time-Out Stand‘ from the twelve year old Sam Pepper. 

With fruits, fresh water, sweets and other refreshments, as well as a lot of love for details, this young man created a little oasis for the Te Araroa hikers. 

Being interested where all the hikers are from he put out a register book and a map where the hikers can pin their origin and sign the book. What a wonderful inspiring idea for such a young man.  
Thank you so much,  Sam, for giving the trail so much magic and in this way us hikers the power to go through the hard times of the trail. Hopefully you will make the same experiences on your ways! Happy trails, Sam! 

 

Day 53 – 07. Jan (30 km /Total 1030 km)

Bergauf, bergab im schönen Märchenwald. 

Steil bergauf/ steep uphill

Ich sehe neue Pflanzen, vermutlich Farne. 

Wer weiß, die waren vielleicht schon die ganze Zeit da, nur fehlte mir das Auge dafür! 

      
Hauhungaroa Hütte: Mittagspause und Wasservorräte auffüllen. Das Wasser schmeckt nach Rauch. Vermutlich wegen des kleinen Holzofen dessen Rauch über den Kamin und die Regenrinne in den Wassertank gelangt.

Hauhungaroa Hut 

Den letzten Abstieg müssen wir wieder als Schlammspringer hinter uns bringen.

Übernachten dürfen wir, auf Nachfrage, im Aufenthaltsraum einer Farm. Eine Hikerin ist bereits hier und hat es sich in einem der Betten gemütlich gemacht.

Temperatur 12-28 Grad Celsius 

Uphill and downhill through the beautiful fairytale forest. 

I see new plants, ferns I guess. 

Who knows! They might have been around the whole time but I didn’t have the ‚eye‘ for it. 

   

Hauhungaroa Hut: Afternoon break and refilling the water. The water has a smokey taste to it.  Maybe because of the little wood-stove ash coming out of the pipe and going in the rain gutter that fills the water tank.

On the last descent we have to be mud-jumpers again.

After asking a farmer, we can spend the night in a farm building (workers rooms). Another hiker is here too. She made herself comfortable in one of the beds.

Day 52 – 06. Jan: 1000 Kilometer (44 km/ Total 1000 km)

Today was started with some excitement as we were looking forward to watching sheep shearing by some skilled professionals. 

Some of them compete in multiple country competitions. The fastest time we saw was a sheep done in 38 seconds by a gentleman named Gwion. After watching this a bit we hiked out to where the trail leads you to highway 30. With some hard foot stepped miles we made Timber Trail. 

Start Timber Trail

This trail is amazing. It’s a well groomed cyclists and hikers trail right through the rainforest, with camping through it. This trail was carefully thought through. We leave the Timber Trail and join the Hauhungaroa Route bringing you into fairytale like forest with massive eucalyptus trees 200 ft or more, or smaller trees covered in velvet moss that arch over, reaching out to each other creating  a tunnel like walkway. 

Fairytale forest /Märchenwald

Such a great place to hike through and as the trail opens up towards the top you get to see across the mountain range to Lake Taupo. Lake Taupo is a view not to be missed. It lies in a caldera of the Taupo volcano and this lake is just short of 240 sq miles. With all this to see we still need to keep up pace. No slacking here!!! 🙂 🙂
Well by the near end of our day we thought we would stop at 35 km. To our surprise we came across our friends Ian and Wendy  who we hadn’t seen in a while. So with a quick hello and chat and our camp 3.5 km away we were off to finish the day still. 

To long in the rainforest? / Zu lange im Regenwald?

Darkness being an issue our pace increased two fold. We looked for camp with the GPS coordinates. The GPS said we were there but there was no camp!!!!##. So now no choice but to move on to the next one, another 4.5 km away. With climbing down our last and steepest slope of the day, in pitch dark, with a headlamp and the light reflecting off an owl’s eyes „We Did It“. We made camp by 10 pm finishing with our biggest day yet 44 km. wooooooo hooooo, and just by chance the 1,000 km mark, meaning we are 1/3 done. 🙂 🙂 🙂 

Aus Vorfreude auf die Schafschur beginnen wir den heutigen Tag ganz aufgeregt. Einige dieser professionellen Schafscherer nehmen sogar an internationalen Wettkämpfen teil. Die schnellste Zeit, die wir mitgestoppt haben, waren 38 Sekunden für ein Schaf, durch den Schafscherer Gwion. 

Nach dem wir eine Weile zugesehen haben ziehen wir weiter, zum Highway 30. So erreichen wir mit einigen ‚harten‘ Meilen unter den Sohlen den Timber Trail. 

Fairytale forest / Märchenwald

Dieser Trail ist einfach toll! Ein sorgfältig in stand gehaltener Fahrrad- und Wanderweg mit Campingmöglichkeiten,  mitten durch den Regenwald führend. Dieser Trail war wirklich sehr sorgfältig durchdacht. 

Shelter on Timber Trail / Schutzhütte auf dem Timber Trail

 
Wir verlassen den Timber Trail und wandern auf der Hauhungaroa Route weiter. 

Diese führt uns durch eine Art Märchenwald mit riesigen Eucalyptusbäumen (60 m und höher) und kleineren Bäumen, gehüllt in samtiges Moos, das sich, den Weg überbrückend, von einem Baum zum nächsten  ausbreitet und dadurch eine Art Tunnel bildet. Ein wundervoller Ort zum wandern! Und weiter oben, zum Gipfel hin,  wo sich der Regenwald ein wenig lichtet, kann man Lake Taupo sehen. Ein Anblick den man nicht verpassen sollte. Der See liegt in einer Caldera des Taupo Vulkans und hat eine Fläche von 616 Quadratkilometern. Trotz allem was es zu sehen gibt müssen wir unsere Geschwindigkeit halten. Nicht herumbummeln!!! 🙂
Wir dachten wir könnten zum Tagesende hin bei Kilometer 35 campen. Auf dem Weg dorthin treffen wir, zu unserer Überraschung, auf Wendy und Ian, die wir eine Weile nicht mehr gesehen hatten. So geht es nach einem kurzen ‚Hallo‘ und einem kleinen Schwätzchen weiter, auf den letzten 3,5 km um den Tag zu beenden. Die einbrechende Dunkelheit verdoppelt unsere Geschwindigkeit. Den GPS-Daten nach müssten wir nun da sein. Doch hier ist kein Camp! Schei##!! Wir haben keine Wahl, müssen weiter, zum nächsten Camp, weitere 4,5 km entfernt. Mit dem letzten und gleichzeitig steilsten Abstieg des Tages, im Stochdunkeln, das Licht unserer Kopflampe reflektiert von den Augen eines Käuzchens, haben wir es GESCHAFFT! Wir stellen unser Zelt um 22.00 Uhr auf, nach unserer bisher längsten Etappe von 44 Kilometern. Juhuuuu!!!! Und rein zufällig landen wir heute dadurch auch noch an der 1000 Kilometer Marke, d.h. ein Drittel des Te Araroas ist geschafft! 🙂 🙂 🙂

Day 51-05.Jan (33 km/Total 956 km)

Wir (Danielle, Ingrid,  David und ich) starten nahezu zeitgleich in den Hiker-Tag. Gleich während der ersten paar Kilometer kann ich bereits wieder reichlich Flüche loswerden. Zum Weinen ist der Tag noch zu jung und die Energiereserven noch voll genug. 😉 

Endlich ein einfacher Weg/ finally easy going

Trotzdem ärgere ich mich über die Wegplanung (bergauf, bergab obwohl in Sichtweite ein ebener, ungefährlicher Weg vorhanden ist), den Zustand des Weges (schmal, wenn überhaupt sichtbar, steil, rutschig,…). Es geht malerisch am Fluß entlang. Da ich mich jedoch auf jeden Schritt konzentrieren muss, um mir nicht die Knochen oder gar das Genick zu brechen, kann ich dies gar nicht genießen. Meiner sowieso seit Tagen bestehenden Abneigung dem Trail gegenüber ist dies nicht zuträglich. Wenigstens regnet es heute nicht. 

Nach ein paar Stunden wird der Weg dann aber immer einfacher und geht schließlich in eine kleine Landstraße über, der wir den Rest des Tages folgen.

Pause am Straßenrand / resting from road walk

Weiden mit Schafen und Rindern, sanfte Hügel….es erinnert einen hier doch recht stark an Hobbingen. Es fehlen nur noch die Türen und Fenster in den Hügeln. 😉 Wir kommen gut voran, nehmen im Fluß ein kühles Bad, treffen immer wieder auf Danielle und Ingrid. Gegen Tagesende, Danielle und Ingrid haben bereits vorher ein Camp aufgeschlagen, eine unerwartete Wendung. Ein Auto fährt vorbei, hält und Wayne, der Fahrer, bietet uns an, im Wirtschaftsgebäude der Schaffsfarm, vor der wir gerade stehen, zu übernachten. Wir können sogar duschen, müssen das Zelt  nicht aufbauen, können im Aufenthaltsraum der Arbeiter essen und schlafen. Und der Knüller! Im Stall warten bereits die Schafe auf ihre morgige Schur. Und wir dürfen zusehen! Gestern hatten wir uns in Te Kuiti (das bereits den ein oder anderen Schafscher-Champion hervorgebracht hat) noch darüber unterhalten,  wie gerne ich den Profis bei einem Wettbewerb zusehen würde und morgen sind wir ganz exklusiv dabei. Bin schon ganz aufgeregt!!! 🙂

Temperatur 9-32 Grad Celsius 

We (Danielle, Ingrid, David and me) starting our hiker day nearly at the same time. Right on the following first kilometers I fall back into yesterdays cursing. The day is to young, and there is still enough energy left, to cry.  😉 

Nevertheless I am mad about the trail planning in this area. Hiking uphill and downhill, while there is a nice, even and safe trail right in eyesight. Small and narrow – if visible at all -, steep, slippery… We walk along a picturesque river. 

But I can’t really enjoy it, watching every single step to avoid breaking my bones or my neck. It doesn’t help to cure the aversion of the trail which I am suffering since a couple of days. At least it doesn’t rain!

After a few hours of hiking the trail gets more and more easy-going and finally leads to a calm country road which we follow the rest of the day. Meadows with sheeps and cows, gentle hills…  it reminds you a lot of hobbington. Just the windows and doors in the hills are missing. 🙂 We make a good pace, take a refreshing bath in the river, seeing Danielle and Ingrid again and again. At the end of the day, Danielle and Ingrid already set tents, a surprising finish. A car goes by, stops, and Wayne, the driver, invites us to stay at the sheep farm we just passed. There are even showers, we can sleep inside in the workers recreation room, don’t have to set up tent. And on top: the sheeps are waiting in their sheep barn for tomorrows shearing. And we will see it! Yesterday, in Te Kuiti (which has the one or other sheep shearing champion) we were talking about how interesting it would be to see those guys doing their work and tomorrow we will see it exclusive. I am very excited about it!!! 🙂

Day 50 – 04. Jan: Why me? /Warum ich? (27 km/ Total 923 km)

After leaving Otorahanga with our bellies full and hitched a ride back to our left off point in Waitomo we start the trail again. A late  start (10:30). The massive amount of rain yesterday has made for a tough and slippery hike today (Maria: Today??? Ha!). We blazed through into the next small town Te Kuiti. (Maria: for me it didn’t feel like ‚blazing through‘. They sent us over stick and hill, maybe even around in circels, 😉 to turn a possible short, straight one hour roadwalk into a nerv wrecking four hour trail). 

The trail  goes right through Te Kuti. This was perfect  we got some fuel, we found 10 dollars, treated ourselves to a pizza (Maria: a pizza? Three!) and headed on. 

Sheep shearer monument in Te Kuiti / Denkmal eines Schafscherers in Te Kuiti

The last 10 km of the day was the most memorable. It was getting dark we were trying to get to the next camp, with darkness coming down. Maria tired of slipping and falling, the tension was building. Then all of a sudden ‚bam‘ Maria’s leg was buried up over her knee and sinking in mud. (Maria: and I am not sure if I could have get out of this without help. I was really stuck!). The look on her face after 11 hours of hiking already was not good, it was the „why me, god“ look. Sometimes you just don’t think of taking the picture till later (Maria: and David asked me to go back into the mud for taking a picture. Imagine that! 😉 ). With that behind  us (Maria: and with me crying out of desporation on the last kilometers) we finished our hike at 10 pm with 33 km. Maria’s motivation is being tested but with some foot rubs (Maria: a lot of foot rubs!!!)  and reinforcement I think we will be ok . 🙂
Temperatur 15-34 degree celsius 

Nachdem wir mit vollen Bäuchen Otorahanga verlassen haben und zu unserem Ausgangspunkt nach Waitomo getrampt sind, nehmen wir den Trail wieder auf. Ein später Start (10.30 Uhr). Die Unmengen an Regen gestern haben für eine heutige (Maria: Heute??? Ha!) anstrengende und rutschige Wanderung gesorgt. Zügig bahnen wir unseren Weg in die nächste kleine Stadt, Te Kuiti (Maria: für mich fühlte es sich NICHT ‚zügig‘ an. Sie führten uns hügelauf und hügelab, vielleicht sogar im Kreis herum 😉 um einen möglichen kurzen, geraden,  einstündigen Roadwalk in einen nervtötenden vier-Stunden-Trail zu verwandeln). 

Der Weg führte direkt durch Te Kuiti. Das war perfekt. Wir konnten eine neue Gaspatrone für den Kocher kaufen, haben zehn Dollar gefunden, haben uns mit einer Pizza belohnt (Maria: eine Pizza?! Drei!!!) und sind weiter gezogen. 

In Te Kuiti

Die letzten 10 Kilometer des Tages werden unvergesslich bleiben. Wir versuchen das nächste Camp zu erreichen während es bereits dunkel wird. Des Rutschens und Fallens überdrüssig steigert sich Maria’s Anspannung noch mehr. Zack – ganz plötzlich steckt Maria bis übers Knie in einem Schlammloch, weiter einsinkend (Maria: und ich glaube nicht, dass ich da alleine wieder raus gekommen wäre! Ich saß wirklich fest!). Der Ausdruck auf ihrem Gesicht war nach 11 Stunden hiken sowieso schon nicht der Beste, und nun war es der ‚Gott, warum gerade ich‘-Blick. In solchen Situationen fällt es einem oft erst im nachhinein ein, ein Foto zu schießen (Maria: stellt euch vor, David hat mich tatsächlich gefragt, ob ich nicht noch einmal in den Schlamm zurück hüpfen könne, um für ein Foto zu posieren. Unglaublich! 😉 ). Dieses Erlebnis hinter uns lassend (Maria: und mit mir, aus Verzweiflung und Anstrengung auf den letzten Kilometern weinend) beenden wir unsere heutige Wanderung um 22.00 Uhr, nach 33 km. Maria’s Motivation wurde erneut auf die Probe gestellt aber mit einer Fußmassage (Maria: einer Menge Fußmassagen!!!) und gutem Zuspruch sollte alles wieder ok sein.

Taumarunui

Hallo, wir sind in Taumarunui und bereiten unsere 7-Tage-Kanutour  auf dem Wanganui River vor. Am 12. Januar geht’s los. Die noch fehlenden Blogeinträge folgen bald!

Hi, we are in Taumarunui preparing our 7-day-canoe-tour on the Wanganui River. We will start at the 12th of January. The missing Blog post will be posted soon!

Ein gutes neues Jahr/ Happy New Year 

Wir sind bereits gut in 2017 angekommen 🙂 und wünschen allen ein gesundes, glückliches neues Jahr! Dass all eure Wünsche und guten Vorsätze  in Erfüllung gehen!

We already arrived in the year 2017 and we wish all of you a healthy and happy new year! May all of your wishes and new years resolutions come true!

Maria and David