Kategorie: f) Mai-2015

23. – 25. Tag (Grants) Fr 08.05.2015. – So 10.05.2015

Alles Gute zum Geburtstag, Tanja. Ich drück Dich!

Grants.
Viel gesehen hab‘ ich nicht. Vorräte kaufen, Klamotten waschen,  Ausrüstung reinigen und prüfen, Tour planen, Wasserreport checken, Karten vergleichen… und schon ist ein Tag dahin. Die weiteren Tage habe ich gar nichts gemacht.  Nur ausgeruht und gegessen. Bin kaum aus dem Zimmer / Bett gekommen. Nur ab und zu in den heißen Pool und mit den anderen ( Boston Bones,  Axyl und Race) etwas Essen. Ach doch, einmal bin ich zusammen mit Race zum Visitor Center und hab‘ mich ein wenig über die Region schlau gemacht.

Seth und Genny waren auch da.

🙂 Und Banjo hab‘ ich beim Einkaufen getroffen, in der Campingabteilung. 🙂 Sein Zelt ist kaputt und er bekommt von einem Kumpel ein neues bzw. das reparierte Zelt zugeschickt. Bis dahin will er sich mit einer Notlösung behelfen,  einem Kinderzelt (da passt er nie rein!). Ich hab‘ ihm ja zu dem rosanen Zelt geraten aber er bestand auf dem mit Dinosauriermuster. 😀 😀
Da wäre ich gerne beim ersten Camp mit dabei. 😀

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22. Tag (on trail und Grants) Do 07.05.2015

KALT!!! Auf dem Zelt hat sich eine kleine Eisschicht gebildet.
Schnell los, damit es wärmer wird. Guten Morgen Highway 117! Du auch schon wieder da?

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Na dann wollen wir mal nach Grants. Wenigstens kann ich mich auf Deinem Asphalt nicht verlaufen.

Mehrmals spiele ich mit dem Gedanken die nun nicht mehr so schöne Strecke zu trampen, aber ich bleibe eisern.

An einer Tankstelle, an der der 117 die Interstate kreuzt, pausiere ich kurz. Ein Sandwich bei Subways ist doch zu verlockend.
Weiter! Grants ist schon zu sehen. Ebenso jede Menge kleiner Fliegen, die mir ständig in Nase und Ohren krabbeln wollen. Ich könnte ausflippen! Mistviecher, lumpige! Zum ersten Mal komme ich heute  richtig ins Schwitzen. Die Luft steht, die Sonne brennt. Grants scheint nicht näher zu kommen.

Und dann doch! Endlich! Lang ersehnt und noch länger in seiner örtlichen Ausdehnung ( die ‚Stadt‘ erstreckt sich über eine Länge von mehreren Kilometern): Grants! Motel! Pakete abholen! Essen!

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Bad! Wäsche waschen!  HERRLICH!!!
Sauber und rosig geschrubbt werfe ich mich auf’s Bett. Saubere, frische Laken an glücklicher Hikerin.
Ach ja, wen’s interessiert: Badewasser vor und nach Anreicherung

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21. Tag (on trail) Mi 06.05.2015

Gähn! Ich bin noch sehr müde als ich wie jeden Morgen durch Vogelgesänge geweckt werde. Nur unwillig schäle ich mich aus dem Schlafsack. Aber es muss sein. Es wird wirklich  Zeit, dass ich Grants erreiche und mich mal ein paar Tage ausruhen kann. So schön das alles auch ist, die Anstrengung sitzt mir doch schwer in den Knochen. Also raus in die Kälte und alles zusammen packen. Und schon werde ich für meine Mühe mit einem tollen Sonnenaufgang belohnt.

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Mit zwei Litern Wasser in Reserve steuern ‚Number 2‘ und ich erst einmal die nächste solarbetriebene Viehtränke an. Nun ja, die Sonne geht gerade erst auf… folglich liefert die Pumpe momentan noch kein frisches Wasser und das, was da noch so an Resten in den Tränken dümpelt werde ich,  Filter hin oder her,  keinesfalls trinken.

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Falls man es nicht richtig erkennen kann: Dieser Rabe schwimmt schon eine ganze Weile kopfunter, woran sich auch nichts mehr ändern wird. Und Huckepack, fröhliche Seemanslieder schmetternd, eine komplette Mannschaft dicker, fetter Maden. Mmmmhh, lecker, auch dieser herrliche Duft!

Bei der heutigen Strecke habe ich mich erneut für eine Abkürzung entschieden. Ich werde weiter der Landstraße und dann dem Highway folgen anstatt, wie die anderen (Genny und Seth sind noch aufgetaucht), den Abstecher in die Berge zu nehmen.  Die Bergtour ist sicher attraktiver, dafür aber länger und der Highway lässt sich letztlich auch nicht verhindern. So werden die anderen später ebenfalls auf den Highway treffen.
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Wasser tanken an einer Solar-Tränke, dieses Mal ohne Beilage. 😉
Das Wasser ist zwar klar, schmeckt aber irgendwie eigenartig.

Weiter geht’s am Highway 117 entlang.
Rechts die Berge der Cebolla Wilderness des El Malpais, der sogenannten ‚badlands‘.
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Links des Highways vereinzelte Lavafelder des McCarty’s Krater,
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die sich immer weiter verdichten bis schließlich nur noch eine einzige schwarze Lavaflandschaft (geschätzte 1500 Jahre alt) zu sehen ist.
Im Kontrast dazu nun auf der rechten Seite knapp 150 Meter hohe Sandsteinklippen, die ‚Narrows‘,
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die mich über 5 Kilometer begleiten.
Hier befinde ich mich im Reservat der Acoma Pueblo-Indianer, dem Volk vom weissen Felsen. Deren Haupt-Pueblo, die sogenannte ‚Himmelsstadt‘ liegt hoch oben über der Steppe auf einer Mesa, einer Art Tafelberg. In der Rangerstation (Wasser auffüllen!) habe ich eine phantastische Luftaufnahme dieser uralten noch heute bewohnten Siedlung gesehen. Wahnsinn! War sicher schwer von Feinden einzunehmen.
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Am La Ventanas Natural Arch, an dem ich Rast mache, habe ich ganz vergessen mit dem Handy ein paar Bilder zu schießen. Diesen riesigen Sandsteinbogen haben bereits Dinosaurier zu Gesicht bekommen. Und jetzt stehe ich Winzling nach so langer Zeit ebenfalls hier. Bewegend!
Auf der linken Strassenseite, zwischen den Lavaströmen, dann ein einzelner Sandsteinbrocken der von der Seite ein wenig wie das Gesicht einer Frau aussieht: ‚La Vieja‘ oder auch ‚Old Lady ‚.
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In ihrer Nähe finde ich dann auch ein angenehmes Plätzchen für die Nacht.

Schlaft gut! Eure Maria

Temperaturminimum 5 Grad Celsius
Maximaltemperatur 37 Grad Celsius

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20. Tag (Pie Town/Toaster House und on trail) Di 05.05.2015

Hab‘ super geschlafen. Als ich aufstehe sind bereits einige Hiker wieder on trail, andere sitzen gemütlich beim Frühstück.

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Ich kann noch ein wenig abhängen, da die Post und das Restaurant erst später aufmachen.
Hier noch ein paar Bilder vom Toaster House:

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Das Frühstück. Lang ersehnt aber na ja.

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Und ein zweites Stück Pie war auch nicht nötig. Ich war sehr enttäuscht. Da hab‘ ich aber wirklich was besseres erwartet. Na ja!
Und weiter geht’s auf der Landstraße unendlich lange geradeaus. Mij ist direkt vor mir gestartet und ab und zu sehen ich ihn in der Ferne. 

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Banjo und Nick sind noch in Pie Town geblieben.
Regen, Graupel, Sonne,…. immer im Wechsel.
Die Aussicht ist schöner als in den letzten Tagen und weil ich nicht großartig auf den Weg achten muss kann ich ausgiebig meinen Gedanken nachhängen. Hin und wieder Schilder, die mich zum Schmunzeln bringen,

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alte  Ranch-Ruinen

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und wußtet Ihr schon das die Ponderosa zum Verkauf ansteht?!

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Also wer Interesse daran hat Bonanza wieder aufleben zu lassen,  bitteschön.

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Abends treffe ich ‚Number 2‘ wieder und wir verstecken unsere Zelte hinter ein paar Büschen außer Sichtweite der Landstraße.
Die Muskulatur meines rechten Oberschenkels schmerzt, so dass ich nicht weiss wie ich liegen soll.  Es wird aber etwas besser, nachdem ich ihn ein wenig massiert habe.

Maximaltemperatur 27 Grad Celsius

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19. Tag (on trail und Toaster House in Pie Town) Mo 04.05.2015

Alles Gute zum Geburtstag, Martin!

Hunger, Hunger, Hunger…. Und der treibt mich ordentlich an. Wenn es gut läuft, schaffe ich es heute noch nach Pie Town.  Dort hole ich mein Päckchen bei der Post ab und haue mir in einem der beiden Restaurants den Bauch voll. Im ‚Toaster House‘, Anlaufstelle für Hiker und Biker, kann ich dann hoffentlich übernachten. 

Ewigkeiten geht es an der Landstraße entlang. Vorbei am Ipf,  ach nein, das kann ja gar nicht sein. 😉

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Oder?
Weiter geht’s. Fast immer geradeaus.

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Trinken wie ein Kamel an einer Tränke mit elektrischer Wasserpumpe. Glasklares, kaltes Wasser…  aaaaahhhh.

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Ab 12.00 Uhr bereits wieder die ersten Gewitterwolken.

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Es zieht weiter zu. Ich mittendrin. Also Rucksack abdecken, Regenklamotten an und weiter.
14.00 Uhr. Nur noch ein paar Meilen. Blitz und Donner sind noch entfernt. Hopp,  hopp, hopp, weiter!
Hunger!!! Was gäbe ich jetzt für einen dicken, fetten, saftigen Zwiebelfleischkäse, Brezeln, Kartoffelsalat, Maultaschen,….  Hunger!!!
Es fängt an zu regnen, dann ein wenig Graupel doch bevor ich richtig nass werden könnte kommt mir ein Pickup entgegen und ein älteres Ehepaar bietet mir an mich die Reststrecke nach Pie Town zu fahren. Super, dann schaffe ich es heute noch zur Post.
Pie Town. 20 Einwohner, vier Kirchen und drei Plätze an denen man leckeren Pie bekommen kann. Mir steht der Sinn mehr nach Herzhaftem und danach Pie als Nachtisch. ABER…ALLES IST BEREITS GESCHLOSSEN. 15.00 Uhr. Die Post: ZU! Das einzige Restaurant, dass auch etwas anderes als Pie serviert: Zu!
Na dann auf zum Toaster House über dem dann direkt nach meiner Ankunft das ‚Unwetter‘ so richtig losbricht. Kurz aber gewaltig.

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Sechs Hiker sind bereits da. Drei kenne ich: ‚Number Two‘, Genny und Seth (gleiches Startdatum). Dann sind da noch ‚Banjo‘, ‚Axel‘ und ‚Boston Bones ‚ Kurz darauf kommt noch ein Pärchen mit Hund (‚Trooper‘ und ‚M80‘), etwas später trudeln Mij und zum Schluß auch Nick ein. Die Schränke sind mit Vorräten gefüllt. Keiner muss Hungern. Das Toaster House läuft auf Spendenbasis d.h. jeder der hier übernachtet oder isst legt etwas in die Spendenkasse. Davon wird der Laden von Nita der Besitzerin des bizarren  Anwesens und ihren Helfern in Stand gehalten und neue Lebensmittel angeschafft. Man kann seine Geräte aufladen, etwas kochen, die Wäsche waschen und neben an am Campingplatz duschen. Überall im Haus sind Andenken und Infos von und für Hiker verteilt. Eine urig heimelig schmuddelige Atmosphäre. Wenn noch etwas frei ist kann man eines der Betten oder Sofas ergattern oder einfach im Garten campen. Ich bin dankbar eine Nacht im Warmen und Trockenen verbringen zu können, in einem eigenen kleinen Zimmerchen.  Hoffentlich bereue ich es später nicht, denn beim Gedanken wie viele Hiker hier schon über die Matratze gerollt sind, juckt es mich ein wenig. 😉

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Zum Abendessen zaubern ‚Axel‘ und ‚Boston Bones‘ gebratenen Hirsch.

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Als Nachtisch gibt’s Ananas und Eiscreme. Lecker!
Morgen werde ich dann zur Post und vielleicht noch zum Frühstück ins Restaurant, wenigstens einen Pie probieren.

Gute Nacht!
Eure Maria

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18. Tag (on trail) So 03.05.2015

Gleich als erstes am Morgen bergauf. Mir geht ordentlich die Pumpe. Nick ist etwas später los. Die Gegend macht immer noch nicht viel her, aber wenigstens gibt’s oben einen schönen Rundumblick. 

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Knapp 15 Kilometer bis zum nächsten Wasser. Eine Viehtränke kurz vorm Highway 12. Durch ein Windrad wird Wasser aus dem Boden gepumpt.

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Auf den ersten Blick sieht das Wasser nicht besonders appetitlich aus.

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Aber im großen Tank findet sich genug brauchbares Nass, wenn es auch ordentlich gefiltert werden muss, denn es kreucht und fleucht so einiges an Getier und diversen Schwebteilchen, die ich gar nicht weiter identifizieren mag.

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So muss ich meinen Filter mehrmals gegenspülen, da der Durchfluss recht schnell eingeschränkt ist.
Es ist etwa 12.00 Uhr mittags, die Sonne brennt und es ziehen bereits  wieder die ersten Gewitter auf. Mal sehen ob ich trocken bleibe.

Weiter geht’s im Apache National Forest. Allerdings nicht etwa auf alten Indianerpfaden sondern permanent auf Feld- und Waldwegen entlang.

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Mir ist ein wenig langweilig. Nicolas hab‘ ich nur kurz an der Wassertränke getroffen, sonst weit und breit kein Hiker in Sicht. ‚Number Two‘ ist vor mir. Ich sehe seine Fußabdrücke im Staub.
Mit Musik vertreibe ich mir die Zeit, ebenso mit dem lästigen an- und ausziehen der Regenklamotten, denn ich gerate tatsächlich immer wieder in kürzere Regen- und Graupelschauer. Die Wolken verziehen sich nie wirklich (dann ist es wenigstens nicht so heiß) und ein leichtes Donnern ist immer wieder zu hören. Blitze bleiben zum Glück aus. Die Gewitter immer im Nacken

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erreiche ich abends Mangas Mountain. Campen möchte ich hier oben bei der Wetterlage aber nicht! Und wer weiss wie hier die Tiere aussehen?! Große Kulleraugen, irre Frisuren, quietschbunt… ich mein ja nur….  Mangas Mountain!

Also weiter, wieder runter vom Berg. So erreiche ich heute zum ersten mal eine knapp 40 Kilometer-Strecke. Und sehe noch ein paar Rehe meinen Weg kreuzen.

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Im Zelt ist es schon wieder recht kalt. Ich muss mich gut einmummeln um nicht zu frieren.
Ich will endlich wieder Kräfte auftanken und ein schönes heisses Bad!!! Noch ein wenig durchhalten. Bald!  🙂
Brrrrr…. Gute Nacht, Ihr in Euren warmen gemütlichen Betten!

Eure Maria

Nachts 4 Grad Celsius
Maximaltemperatur 52 Grad Celsius

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17. Tag (on trail) Sa 02.05.2015

Nur der abendliche Regenguss. Nachts bleibt es trocken. Kojoten singen mehrmals in der Nacht ihre Lieder während der Mond auf mein Zeltchen  scheint.
Früh am Morgen sehe ich dann knapp 20 Hirsche meinen Weg kreuzen, der
ewig an einem Waldweg (wird hier aber auch bereits als Highway bezeichnet) entlangzieht. Landschaftlich…  na ja…

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und so schleppe ich mich eben voran so gut es geht. Habe einen kleinen seelischen Durchhänger und blase ein wenig Trübsal.
Mittags holt mich Nicolas ein und hängt mich dann direkt wieder ab, trotz angeschlagenem Knöchel.

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Ich treffe ihn aber immer wieder und unsere Camps schlagen wir gemeinsam auf in einem Tal in das wir aufgrund eines Gewitters ausgewichen sind.

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Ich bin ausgepowert. Die letzten Tage waren sehr anstrengend, die Vorräte neigen sich dem Ende zu und ich freue mich schon auf den kurzen Zwischenstopp in Pie Town. Auch dort wartet ein kleines vorausgesendetes Fresspaket auf mich und in einem der dortigen Restaurants werde ich ebenfalls zuschlagen.
Mehr noch freue ich mich aber auf Grants. Auf ein Bad, saubere Kleider, Essen, Essen, Essen…. und ausruhen. Aber bis dahin ist es noch knapp eine Woche.

Ciao
Eure Maria

Nachts 6 Grad Celsius
Maximaltemperatur 34 Grad Celsius

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16. Tag (on trail) Fr 01.05.2015

Nachtrag zu gestern: So, jetzt geht’s wieder. Gestern war super anstrengend.  Immer noch der Gila River, aber verschärft.

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Permanent nur durch Sand oder Kies stapfen, so gut wie kein Trail sichtbar, eine Flussquerung nach der anderen, immer wieder Abrutschen auf algigen Steinen und Umknicken beim Laufen zwischen Steinbrocken. Wir, Nicolas und ich, zeitweise auch ‚Frost‘ und ‚Has no Horse‘, quälen uns durch das Flussbett und kommen nur mühsam voran. Die Füße dauernd nass, aufgequollen und an den Fersen etwas wund vom Flusssand, den man ständig in den Schuhen hat.

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Ansonsten nicht viel Neues außer sprichwörtlich haufenweise Bärenscheiße und auch ein paar Tatzenabdrücke.

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Dann noch dieses Kreatürchen:

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Ach ja, abends haben wir noch Mij, den Japaner, getroffen. Sein Fuß bereitet ihm immer weiterhin Probleme.

Eure Maria

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HEUTE:
Schon wieder so kalt….  bibber, bibber…  da hilft es auch nur wenig zu wissen, daß es nach den ersten Schritten besser wird. Also mit Eisklötzen an den Füßen direkt wieder ins Wasser, das sogar wärmer als die Luft draußen ist, was auch an den warmen Quellen liegen mag, die ab und an dem Fluß zufließen. Egal, wir haben den Fluß bald hinter uns.

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Nach knapp zehn Kilometern ist es dann soweit. Wir erreichen Snow Lake (kein Schnee und nicht besonders ansehnlich).

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Schön war’s am Gila River, beeindruckend, überwältigend. Aber das brauche ich nicht noch einmal! Deswegen kein ‚Auf Wiedersehen‘ sondern nur ein leicht wehmütiger aber  stolzer Blick zurück ins Gila Tal.

Am See gibt es ‚offizielle‘ Campingplätze, ein WC (na ja, dann doch lieber woanders ein Loch graben und dabei die schöne Aussicht genießen), Leitungswasser (so stark gechlort wie im Schwimmbad) und Mülleimer. Da kann ich gleich mal meinen Rucksack erleichtern und den ganzen Unrat loswerden.
‚Number Two‘ ist bereits da. ‚Has no Horse‘ und ‚Frost‘ kommen wenig später.
Wasser tanken und weiter geht’s,  zusammen mit Nicolas und ‚Number Two‘.

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Zuerst in einen Canyon und dann hoch auf eine wunderschöne Ebene. Endlose Weite, puffig-flauschige Wolken! 

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Dort braut sich dann leider auch ein Gewitter zusammen, dem wir drei aber tapfer vorne weg laufen. Erst gegen Feierabend, die Füße wollen nicht mehr, fängt es ein wenig an zu regnen und ich baue rasch mein Zelt auf.

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Nicolas geht das Wasser aus und muss einen kleinen Umweg auf sich nehmen um neues zu besorgen. ‚Number Two‘ ist noch weiter gelaufen. Somit  bin ich wieder allein.
Die Fersen muß ich morgen noch besser Tapen. Die Flußtortur ist zwar beendet, unter den Folgen werd‘ ich aber noch ein paar Tage leiden. Ich bin wieder hundemüde,  sehe ganz alt und faltig aus ( zumindest in dem kleinen Spiegel meines Kompasses) und entdecke mehrere (neue)  graue Haare.

Dann schlafe ich mich mal schön. Gute Nacht! 
Eure Maria

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Nachts 4 Grad Celsius
Maximaltemperatur 40 Grad Celsius

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