Day 60 – 14. Jan: Mangawaiiti Campsite (36 km/ Total 1156 km)

Das Bier am gestrigen Abend hat sich voll ausgezahlt! Zum einen hat es natürlich geschmeckt, zum anderen sah ich mich gezwungen in der Nacht dem ansteigenden Blasendruck nachzugeben und das Zelt zu verlassen. Man sollte nicht glauben was sich da so alles tummelte. Ein Possum direkt am Nachbarzelt, eins hoppelt vor mir her, setzt sich dann hin und schaut mich minutenlang aus seinen Knopfäuglein an. Zu dumm, ich hab natürlich nicht die Kamera bei mir,…  und die Natur ruft. Als ich zurück komme, sitzt das Possum immer noch an der gleichen Stelle. Ich eile zum Zelt um meine Kamera zu holen und um David zu wecken. Er soll das Ganze nicht verpassen!  Das Einzige wozu ich ihn allerdings nötigen kann ist, seinen Kopf aus dem Zelt zu strecken und schwupp, schläft er auch schon wieder. Typisch! So geniesse ich das nächtliche Spektakel mal wieder alleine ( an dieser Stelle soll an den CDT erinnert werden, auf dem David neben vorbei grasenden Hirschen auch einen Sternenhimmel voller Sternschnuppen verpasst hat)! 😉 

Am Frühstück sitzen wieder alle zusammen und ich berichte von den nächtlichen Besuchern. Trent fragt mich sogleich, ob ich das Possum auch getötet hätte. Nein, natürlich nicht! Ich weiß zwar, dass es Schädlinge sind, könnte es aber nicht übers Herz bringen. Man ist übrigens nur dann ein echter ‚Kiwi‘ – so sagt es der Volksmund – wenn man ein Possum mit einem Knüppel erschlagen hat. 

Sem erzählt uns von ihrem Interesse am Fernwandern. Sie will bald selbst losziehen um die Welt zu erkunden. Wir tauschen Erfahrungen und Informationen aus und Val gibt mir noch einige Hinweise für die folgenden Flußetappen. Dann brechen David und ich auf. 

Bereits nach kurzer Zeit fahren wir an der John Coull Hut vorbei. Dies wäre unser heutiges Ziel, wir wollen aber noch etwas weiter zur Mangawaiiti Campsite. Zum einen ist es noch früh am Tag, zum anderen werden vermutlich viele andere Paddler die Hütte aufsuchen. Das wird unruhig werden. Da rudern wir lieber etwas weiter und treffen außerdem wieder auf unseren Paddel-Clan. 🙂 

Um die Mangawaiiti Campsite zu erreichen müssen wir unsere Fässer viele steile Treppenstufen hinaufschleppen. Das ist anstrengender als den ganzen Tag zu rudern. 😉 

Wir essen bereits zu abend, als unsere Freunde eintreffen. Zwei weitere Te Araroa Hiker campen heute ebenfalls hier.

Nachts setzt Regen ein. 

Last night’s beer paid off! It was tasty, of course,  and it forced me to leave the tent in the middle of the night to give way to the rising pressure in my bladder. You should not believe what romps about there! One possum right at the neighbours tent 

At the neighbours / bei den Nachbarn

and another one hop away in front of me, sit down and eyeballing me for minutes with its tiny eyes, meanwhile a rat is tiptoeing over the picknick table. To bad, I don’t have my camera with me, of course,  and nature is calling! As I come back from the bathroom the possum sits still at the same spot. I hurry to the tent to get my camera and to wake up David. I don’t want him to miss this. But the only thing I can force him to do, is to put his head out of the tent and whoosh… he sleeps again. Typical! Again I have to enjoy the nightly spectacle by myself. At this point I have to remind you of the CDT on which David missed a herd of grazing elks and a sky full of shooting stars. 

At breakfast we are all sitting together and I report about the nightly visitors. Trent asked me right away if I killed the possum. Of course I didn’t!  I know they are a pest here, but I don’t have the heart to do it. By the way: in the vernacular you can’t call yourself a ‚kiwi‘, if you didn’t kill an possum with a club. 

Sem tells us about her interest in long distances hiking. She soon want’s to start her own first hike, exploring the world. We exchange experiences and information and Val gives me some helpful notes about the upcoming river sections. Then me and David leave.

Cave along the Wanganui River / Höhle am Wanganui River

After a short time we pass the John Coull Hut our planned destination for today. But we want to get a little further to the Mangawaiiti Campsite. It’s early in the day, the hut will surely get crowded at the end of the day. It’s better we paddle further to avoid that and to meet our paddle-clan again. 🙂
To reach the Mangawaiiti Campsite we have to carry all our barrells up a lot of steep stairs. That’s more work than a whole day of paddling. 😉

We are having dinner as our friends arrive. Two more Te Araroa hiker show up too.

In the night rain starts.

Temperatur 14-28 Grad Celsius 

7 Kommentare

  1. Ilse

    Die Kiwis machen aus den Opossums aber auch durchaus Brauchbares: Wolle, Felle für Handschuhe etc.
    Den echten Manukahonig dürft ihr auch nicht verpassen.
    Schön, dass sich eure lädierten Füße erholen können. Die Landschaft auf euren Fotos sieht ja echt idyllisch aus.
    Macht’s weiter gut und viel Spaß beim Paddeln.

  2. Franzl

    Hallo Ihr zwei,

    das sieht ja richtig nach Urlaub aus, fast wie Flitterwochen …
    Das Paddeln ist auf jeden Fall wohl angenehmer als die Schlammschlachten.

    Ich könnte Euch ja beneiden.

    Alles Liebe,

    Franz Burkhard

    • Gerhard Rustenbach

      Guten morgen Maria, unser Guide hatte uns aufgeklärt, das die Tierchen Possum heißen, Possum gebe es nur in Nordamerika. Ich habe noch nicht geprüft ob das stimmt. Gruß, Gerd

    • mariaelfe

      Ja, bin mir da auch nicht soooo sicher. Ich meine das Opossum generell der Oberbegriff ist, sowohl für die amerikanischen als auch die australischen/neuseeländischen Arten.

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