165. Tag (on trail) So 27.09.2015

Nachts: Überall im Tal kann man Hirsche rufen hören…oder besser röhren hören. 🙂
Vielleicht, und diese Vorstellung gefällt mir fast besser, sind es aber auch nur eine handvoll Jäger, in Tarnanzügen, verschanzt hinter Büschen, verteilt über das ganze Tal, die mit ihren Lockpfeifen versuchen Hirsche zu ködern und sich wundern dass,  obwohl überall Rufe hallen, keine Hirsche zu sehen sind.

Der Morgen bricht an….
Nein!!! Stimmt gar nicht!
Der Wecker klingelt!
Es ist stockdunkel draußen!
Ich kann meine Ersatzunterhose nicht finden (muss sie wohl aus Versehen mit in die Bounce-Box gepackt haben)!
Ich bin missmutig!
Armer Boston Bones, der dies zu spüren bekommt. Aber die schlechte Laune hält nicht allzu lange an.

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🙂

Am Bison Creek stoßen wir auf ein Camp, vermutlich von ‚Goldschürfern‘ – oder wonach auch immer die hier in den aktiven Minen suchen.
Der Weg geht meilenlang einer Straße nach, eine wenig ansprechende Gegend durchquerend. Ein Jäger hält mit seinem Truck und spendiert uns ein paar Getränke. Ein Lichtblick! Dankeschön!
Weiter geht’s der öden Strasse nach.
Beim nächsten Wagen können wir nicht widerstehen und trampen den Rest bis zum Highway 12. Von dort aus laufen wir nach Elliston, einem kleinen Ort, und gönnen uns im Lawdog’s Saloon

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ein quantitativ reichhaltiges Mittagessen.
Ich bestelle mir den Big Foot Burger, der seinen Namen verdient hat.

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Mit vollen Wänsten laufen wir wieder den Highway entlang. Wir wollen nach Helena,  der Hauptstadt von Montana,  trampen. Nicht so einfach. Keiner will die wohlgenährten Hiker mitnehmen. Ausgehungert hat man vielleicht doch bessere Chancen eine Fahrt zu ergattern?!
Als wir den Little Blackfoot River überqueren und die Brücke hinunter blicken sehen wir dicke, fette Fische im Wasser stehen. Wir sind hin und her gerissen unsere spartanische Angelausrüstung zu zücken und die Burschen zu fangen. Die Aussicht auf eine Fahrt nach Helena lässt uns aber weiterlaufen. Zögernd. Immer wieder halten wir an, denken an die leckeren Fische, die vertane Chance. Schließlich drehen wir wieder um und laufen zurück, entschlossen den schuppige Gesellen den Garaus zu machen. Kurz bevor wir den Fluss erreichen hält aber endlich ein Auto. 😀 Da haben sie aber nochmal Glück gehabt,  die Forellen. Vielmehr einen Schutzengel namens Mary Ann, die mit ihrem Enkel auf dem Weg nach Helena ist. Hurra!
Und gleich ein doppeltes Hurra, denn unser Trailangel Mary Ann will uns morgen auch wieder zum Trail bringen.

Abends gehen wir zum Chinesen. All-You-Can-Eat! Günstig, grosse Auswahl und zum Großteil auch lecker. Zufrieden trotten wir zum Motel zurück und können dabei noch die Mondfinsternis bewundern.
Doch noch ein gelungener, runder, satter Tag… auch ohne Wechselunterhose!

Gute Nacht!
Eure Maria

Maximaltemperatur 29 Grad Celsius
Nachts 1 Grad Celsius
Maximalhöhe 2193 Meter

Veröffentlicht mit WordPress für Android

4 Kommentare

  1. Sandra

    Hihi! Da fallen mir doch gleich zwei junge Frauen ein, die vor Jahrzehnten versuchten mit einer Fußangel eine dicke, fette Ente vom Teich zu pflücken… 😀

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