149. Tag (on trail) Fr 11.09.2015

Hörnchen hüpfen ums Zelt, Hirsche röhren im Tal, sonst ist es wieder still in der Nacht. Wann ist es endlich soweit, dass Bären ums Zelt hüpfen und im Tal röhren??? 🙂
Der warme Morgen verspricht einen heißen Herbsttag. ‚Big Skys‘ Fußabdrücke sind bereits auf dem Trail zu sehen. Mal sehen, ob wir den Frühaufsteher noch einholen. Mit seinen ein bis zwei Stunden Vorsprung und Boston Bones geschwollenem Knie könnte dies allerdings schwierig werden.
Vor unserem ersten heutigen Anstieg entdecken wir im Wipfel eines Baumes,  nahe des Baches, einen Greifvogel.

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Leider habe ich keine Ahnung, um was für einen Greif es sich handelt.

Frühstück mit Marshmallowcreme (Zahnärzte bitte wegschauen!!! 😀 ). Vielleicht können wir auf diesem Weg ein paar Bären anlocken?!

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Im nächsten Tal kommen uns zwei Reiter mit knapp zehn Pack-Mulis entgegen. Einige davon sind unbeladen! Dürfen wir die haben?! Bitte, bitte!
Oder sollen wir sie einfach nach Wild-West-Manier stehlen? Nachts in deren Camp robben…  und ab dafür!
Man wird ja noch träumen dürfen! 🙂
Und zumindest für den nächsten, rund sechs Kilometer langen Anstieg hätten wir sie doch ganz gerne gehabt.

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Dann ziehen wir eben auf Schusters Rappen weiter am ‚Parting of the Waters‘, am Two Oceans Pass, vorbei. Hier fliesst, für den Continental Divide Trail typisch, das Wasser entweder in Richtung Atlantik oder zum Pazifik.

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Wir benötigen etwa vier Stunden um den verdammt anstrengenden Anstieg zu bewältigen. Nicht dass er wirklich besonders schwierig wäre…  aber nach längerer ‚Hügelabstinenz‘ tun wir uns doch recht schwer.
Oben angekommen ziehen zwei Reiter, Jäger mit Pfeil und Bogen auf Hirschjagd,  an uns vorbei und warnen uns vor einem Grizzly, den sie unweit gesehen hatten,… den wir aber natürlich NICHT sehen. So sehr ich mir auch die Augen aus dem Kopf schaue…kein Bär zu sehen. Dafür ein klasse Aussicht, auch auf das Feuer im Yellowstone Park,

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Feuer in Yellowstone

vor dem ich bereits vor zwei Tagen gewarnt wurde. Danke, Elmar!
Mit Blick auf die Rauchschwaden nehmen wir unser Abendessen zu uns und machen uns anschließend auf den Weg hinab ins Tal, auf die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz. Unterwegs treffen wir dann doch noch ein herrenloses Pferd, dem wir aber aufgrund seines starken Abmagerungsgrades (siehe Fotos) nicht unsere Lasten aufbürden wollen.

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Camp am Mink Creek.

Big Sky haben wir nicht mehr gesehen. Er ist sicher schon weit entfernt.

Schlaft gut!
Eure Maria

Maximaltemperatur 38 Grad Celsius
Nachts 0 Grad Celsius
Maximalhöhe 3036 Meter

Veröffentlicht mit WordPress für Android

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