100. Tag (on trail) Fr 24.07.2015

Tag Hundert!!!
Und was habe ich schon alles erlebt?!

New Mexico:
Frühling in der Wüste, Wassercaches, die traumhaft schönenTage entlang und im Gila River, nervenraubende Wanderungen entlang der Strassen, Gesteinsformationen aus Dinosauriertagen, die Ghost Ranch (auf der ich meinen Trailnamen erhielt) und Chama.
Dann der permanente Neuschnee in Colorado  der mich dazu veranlasste, zusammen mit Race erst einmal nach Wyoming zu fahren um dort das Great Divide Basin zu laufen.
Wyoming:
Mit seinen sanften Hügeln, der großen Ebene mit ewigem Weitblick, den vielen, vielen Gabelböcken, den Mustangs, den Trails aus Siedlerzeiten, den Zecken.
Dann die Fahrt zurück nach Chama um von dort aus das verschneite Colorado zusammen mit Boston Bones in Angriff zu nehmen.
Colorado :
Schnee, Schnee, Schnee! Der erste gescheiterte Versuch den Schnee ohne Schneeschuhe zu bezwingen. Der erste Bär in freier Wildbahn. Die vielen Umwege und Abkürzungen um dem schlechten Wetter zu entkommen oder widrige Trailbedingungen zu umgehen. Das lange Warten auf Schneeschuhe und  Eisaxt, die – aufgrund des Wartens –  letztlich gar nicht mehr notwendig waren 🙂 . Der unvergessliche Aufenthalt in Creede bei BJ und Bill. Die Berge!!! Traumhafte Aus- und Weitblicke. Mühsame Auf- und Abstiege. Regen, Gewitter, Regen, Hagel, Gewitter, Regen, Hagel, Gewitter. ..  und bevor ich es vergesse: Regen!
Schneeziegen, riesige Hirschherden, Elche, Rehe, Hörnchen…
Hiker, jede Menge Hiker!!  Grays Peak, total überlaufen.  Klettertouren und  Höhenangst.  Tourismus und überteuerte Unterkünfte.
Blumenwiesen, ein grünes Colorado.

Nur noch wenige Kilometer und Colorado liegt hinter mir. Einige Teilstrecken habe ich ausgelassen, wetterbedingt, launenbedingt, motivationsbedingt.

Trotzdem ist heute Zeit zu feiern!
Tag Hundert!

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Momentan sitze ich weit ab vom Trail in Walden vor dem Post Office. Warum?
Weil ich heute auf dem Trail eine Elchschaufel gefunden habe.

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Ich kann sie leider nicht nach Hause schicken, da würde der Zoll nicht mitspielen, davon abgesehen ist das Ding höllisch schwer. Ich weiß gar nicht wie die Bullen das den ganzen Sommer über aushalten.
Boston Bones macht allerdings seinem Namen als ‚Knochensammler‘ alle Ehre, übernimmt das Geweih dankend,

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schleppt es knappe fünfzehn Kilometer bis zum Highway 125.

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Von dort trampen wir zum Post Office nach Rand, das bereits geschlossen hat (Öffnungszeiten von 9-11 Uhr?!), also weiter auf einem Pickup nach Walden.

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So, und nun das Teil erst einmal verpacken!!! Nicht ganz so einfach bei der Größe, der Form und einem Gewicht von mindestens sieben Kilogramm.

Aber auch das ist letztlich geschafft und wir stoßen am ‚National Tequila Day‘ mit einem Margarita auf meinen Hundertsten an.
Hoch die Tassen!

Eure Dr. Hikinstein

Maximaltemperatur 39 Grad Celsius
Nachts 6 Grad Celsius
Maximalhöhe 3382 Meter

Veröffentlicht mit WordPress für Android

6 Kommentare

  1. Jay

    on the road – One hundred days – herzlichen Glückwunsch an die Füsse and the rest…übrigens verschüttelt das Anagram Dr.Hikinstein zu u.a. folgenden Neufassungen: Tinned hikers;Hinted sinkers;Thinned skier;Hikers intend;und Thinkers dine…Maria Elfe enthält die Optionen: Fear flea aimer….z.T. ganz passend,ja….weitere Abenteuer und schwere Grossobjekte ( Goldklumpen im eignen Inneren ) wünscht Dir Oregon Jay

  2. Christine

    Hallo, liebe Maria
    was für sagenhafte Erlebnisse und die wunderbaren, beeindruckenden Fotos, die Du trotz der Strapazen noch zustande bringst…. es ist wirklich eine Freude, Deinen Blog mitzulesen.Wir gratulieren Dir zu Deinem 100.Tag und wünschen Dir weiterhin alles Gute.
    Eine alte indianische Lebensweisheit sagt: Wer nach hundert Tagen eine Elchschaufel findet, der bringt alles gut zu Ende und wird sein ganzes weiteres Leben davon zehren.
    In diesem Sinne Grüße auch von Rainer und Katharina

    • mariaelfe

      Vielen Dank! 😀 na, da hab‘ ich nun aber meine Zweifel was die Existenz der indianischen Lebensweisheit angeht. 😀
      Der Inhalt dagegen scheint mir sehr treffend und glaubwürdig. 😉 Liebe Grüße zurück an Euch alle. Macht’s gut!
      Maria

  3. Ingrid

    Hallo, liebe Frau Dr. Hikinstein,
    meine allerherzlichsten Glückwünsche zum 100. Tag auf diesem schweren, aber interessanten Weg.
    Ich habe grösste Hochachtung vor dieser Leistung!
    Dankbar bin ich, diesen Weg aus weiter Entfernung in Text und Bild, erleben zu dürfen.

    Weiterhin viel Kraft, Mut und viel Freude auf deinem/euren Weg.
    Alles Liebe! Ingrid

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