21. Tag (on trail) Mi 06.05.2015

Gähn! Ich bin noch sehr müde als ich wie jeden Morgen durch Vogelgesänge geweckt werde. Nur unwillig schäle ich mich aus dem Schlafsack. Aber es muss sein. Es wird wirklich  Zeit, dass ich Grants erreiche und mich mal ein paar Tage ausruhen kann. So schön das alles auch ist, die Anstrengung sitzt mir doch schwer in den Knochen. Also raus in die Kälte und alles zusammen packen. Und schon werde ich für meine Mühe mit einem tollen Sonnenaufgang belohnt.

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Mit zwei Litern Wasser in Reserve steuern ‚Number 2‘ und ich erst einmal die nächste solarbetriebene Viehtränke an. Nun ja, die Sonne geht gerade erst auf… folglich liefert die Pumpe momentan noch kein frisches Wasser und das, was da noch so an Resten in den Tränken dümpelt werde ich,  Filter hin oder her,  keinesfalls trinken.

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Falls man es nicht richtig erkennen kann: Dieser Rabe schwimmt schon eine ganze Weile kopfunter, woran sich auch nichts mehr ändern wird. Und Huckepack, fröhliche Seemanslieder schmetternd, eine komplette Mannschaft dicker, fetter Maden. Mmmmhh, lecker, auch dieser herrliche Duft!

Bei der heutigen Strecke habe ich mich erneut für eine Abkürzung entschieden. Ich werde weiter der Landstraße und dann dem Highway folgen anstatt, wie die anderen (Genny und Seth sind noch aufgetaucht), den Abstecher in die Berge zu nehmen.  Die Bergtour ist sicher attraktiver, dafür aber länger und der Highway lässt sich letztlich auch nicht verhindern. So werden die anderen später ebenfalls auf den Highway treffen.
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Wasser tanken an einer Solar-Tränke, dieses Mal ohne Beilage. 😉
Das Wasser ist zwar klar, schmeckt aber irgendwie eigenartig.

Weiter geht’s am Highway 117 entlang.
Rechts die Berge der Cebolla Wilderness des El Malpais, der sogenannten ‚badlands‘.
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Links des Highways vereinzelte Lavafelder des McCarty’s Krater,
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die sich immer weiter verdichten bis schließlich nur noch eine einzige schwarze Lavaflandschaft (geschätzte 1500 Jahre alt) zu sehen ist.
Im Kontrast dazu nun auf der rechten Seite knapp 150 Meter hohe Sandsteinklippen, die ‚Narrows‘,
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die mich über 5 Kilometer begleiten.
Hier befinde ich mich im Reservat der Acoma Pueblo-Indianer, dem Volk vom weissen Felsen. Deren Haupt-Pueblo, die sogenannte ‚Himmelsstadt‘ liegt hoch oben über der Steppe auf einer Mesa, einer Art Tafelberg. In der Rangerstation (Wasser auffüllen!) habe ich eine phantastische Luftaufnahme dieser uralten noch heute bewohnten Siedlung gesehen. Wahnsinn! War sicher schwer von Feinden einzunehmen.
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Am La Ventanas Natural Arch, an dem ich Rast mache, habe ich ganz vergessen mit dem Handy ein paar Bilder zu schießen. Diesen riesigen Sandsteinbogen haben bereits Dinosaurier zu Gesicht bekommen. Und jetzt stehe ich Winzling nach so langer Zeit ebenfalls hier. Bewegend!
Auf der linken Strassenseite, zwischen den Lavaströmen, dann ein einzelner Sandsteinbrocken der von der Seite ein wenig wie das Gesicht einer Frau aussieht: ‚La Vieja‘ oder auch ‚Old Lady ‚.
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In ihrer Nähe finde ich dann auch ein angenehmes Plätzchen für die Nacht.

Schlaft gut! Eure Maria

Temperaturminimum 5 Grad Celsius
Maximaltemperatur 37 Grad Celsius

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2 Kommentare

  1. Lucia

    Aufstehen wenn man gar nicht will ist immer doof, lohnt sich aber meistens dann doch. In einem Traum muß man ja doch leben, dann doch lieber den wählen, der sich einigermaßen realistisch anfühlt. Bei Wasserbildern spiegelst du dich und man kann dich schemenhaft erkennen. Schön! Für die Frau im Fels Fehlt mir aktuell die passende Phantasie.

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