tag 112 25.07.12 (mi 1917) lower rosary lake

gegen 1.00 uhr muß ich mal vor die tür oder besser vor den reißverschluss. vorsichtig richte ich mich auf und lausche nach feindgeräuschen…….nichts! soll ich es wagen? also gut. unverhüllt husche ich ins freie und tatsächlich….es ist kein moskito unterwegs. passend zum grandiosen sonnenaufgang schwirren sie aber bereits wieder ums zelt.

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nach knapp 4 meilen nehme ich ein morgendliches bad im summit lake . das wasser liegt ruhig und unberührt vor mir und spiegelt den diamond peak, den ich mir später noch aus der nähe ansehen werde.

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die strecke dorthin ist wieder in feindeshand. gestern dachte ich noch es könnte nicht mehr schlimmer werden mit den biestern….denkste! sie fliegen mir in mund und nase, in die ohren. wild rotiere ich mit den armen, haue mir dabei beinahe selbst die trekkingstöcke um die ohren und bruste die mistviecher aus meinen atemwegen.ich bin nahe dran durchzudrehen. gleich werde ich mich ausziehen, mir die haare raufen, mich schreiend, kichernd und weinend einfach auf den boden legen und den wenig heldenhaften tod durch blutentzug erleiden. wenn schon, dann soll es schnell gehen. noch mit diesen gedanken des aufgebens beschäftigt erreiche ich diamonds peak.

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puh, geschafft! endlich wieder oben!keine moskitos mehr!

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erst mal ein päuschen! und da kommen auch schon brandon und james. gemeinsam ziehen wir ein paar stunden weiter, über den schnee schlitternd und rutschend. es macht einen riesenspaß und erinnert mich ein wenig an die high sierra (nasse füsse). als brandon sich aufmacht einen gipfel zu stürmen (sprichwörtlich!!! kletterausrüstung angelegt und losgerannt!) unterhalte ich mich noch ein wenig mit james, der mit dem gepäck auf brandons rückkehr wartet, und ziehe dann wieder alleine weiter, vorbei am odell lake zum lower rosary lake meinem zuhause für diesen abend.

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hier bin ich nicht alleine. eine familie zeltet nebenan. die haben sogar ein schlauchboot hier hochgeschleppt… na ja…. gute nacht! p.s.: oh jeh, meine chemische moskito-keule ist alle….. vielleicht sollte ich die bisherigen, selbsterlegten opfer (das foto ‚ nur ein toter moskito ist ein guter moskito‘ zeigt lediglich einen bruchteil der gefallenen der gegenseite!) zur abschreckung in einer kette um den hals tragen?!

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und hier noch ein prinz, der sich nicht zurückverwandeln wollte.

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4 Kommentare

  1. Frieda

    „You have to kiss a lot of frogs until you meet your prince“, hat mir mal jemand in Poesiealbum geschrieben.

  2. Schwester

    Mensch, das das niemand mehr richtig in Erinnerung hat: 🙄 Frösche (wobei mir das ja eher wie eine Kröte aussieht) verwandeln sich nur, wenn man sie an die Wand klatscht, damit sie mit einem anhaltenden, hochfrequenten, quietschenden Ton daran herabrutschen können. Und unten angekommen, verwandelns sie sich erst. Der Kuss kommt DANACH ❗ ❗ ❗
    Leute, holt doch einfach mal wieder Eure Märchenbücher ´raus und lest die Textstellen noch einmal aufmerksam nach… Dann klappts auch mit dem Märchenprinzen…
    Vorausgesetzt, man erwischt einen Frosch.
    Keine Ahnung, was bei einer Kröte passiert… 😕

    • mariaelfe

      nichts! bei kröten passiert nichts! nur ein widerlicher ausschlag auf den lippen und eiterpusteln. allerdings hatte ich weder eine wand zur verfügung noch hätte ich mich an die reihenfolge (werfen, quietschen, küssen) erinnert. es gibt also noch etwas zu tun für mich, hier auf dem trail!

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