tag 50 24.05.12 (mi 906,5; höhe 2357 m) reds meadow pack station

alles gute zum geburtstag!

kurz nach meinem morgendlichen start finde ich auf einem fels einen zettel mit warnungen vor den sturmschäden. die darauf enthaltenen infos über jede menge trails und abschnitte von trails die nicht passierbar sind, schwer passierbar oder was auch immer sind …helfen mir nicht weiter. zum pct findet sich nicht viel nützliches. es scheint so, dass in der gegend von reds meadows ca. 0,25 meilen nicht geräumt sind. wie schlimm es da aussieht, ob man durch- oder vorbeikommt….kein wort. so laufe ich von zweifeln geplagt und mit der letzten packung cracker so wie einigen streifen trockenfleisch (das ich trotz hunger nur mühsam herunterwürge, weil ich es auch nicht mehr sehen kann) weiter zum silver pass dessen überquerung meine laune gleich ein wenig hebt.
den abhang, der sich auf grund seiner neigung und länge wunderbar zum rutschen eignen würde, kann ich leider nicht herunterrutschen. der schnee ist noch zu hart um beim ersten versuch zu schlittern komme ich mir vor wie auf einem waschbrett.
also fröhlich hinuntergeseckelt.

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heute bin ich sowieso, das ziel (essen, bad) immer vor augen, sehr viel geseckelt. nach ca. drei steigungen ging es nämlich nur noch bergab. so kam ich trotz zunehmender anzahl gefallener bäume sehr gut voran und schliesslich auch in reds meadows an. hier noch ein paar bilder zu den sturmschäden.

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es war, auch dieses mal dank des gps, kein wirkliches problem mit den bäumen fertig zu werden. dort, wo der sturm am schlimmsten gewütet hat, war alles ordentlich geräumt. herzlichen dank an die waldarbeiter, die das zustande gebracht haben. respekt!
die hoffnung menschen in reds meadows anzutreffen wurde leider zerschlagen. alles geschlossen und gesperrt. die türen und fenster der hütten mit brettern verschlagen.
normalerweise gibt es hier einen kleinen laden, hütten und einen campingplatz zum übernachten, eine packstation für die pferde sowie eine buslinie zum nahegelegenen skilift von dem aus ein weiterer shuttel-bus nach mammoth lakes fährt. alles vereinsamt und leer wie in einer geisterstadt. so,  und jetzt? auf einem schild steht ich darf hier wegen der baumschäden nicht weiter. aber das strässchen wird doch wohl geräumt sein!? na ja, heute kann ich eh nicht mehr weiter. es dämmert schon und die 8 meilen bis nach mammoth lakes schaff ich heute nicht mehr. auf dem schild steht noch eine telefonnummer die ich (hurra, ich habe auch ein netz hier oben) anrufe. letztlich verspricht mir laura, eine rangerin, mich hier morgen früh abzuholen. klasse! die nacht halte ich schon noch durch. auf einer kleinen veranda breite ich meinen schlafsack aus und esse auch noch die restlichen cracker, die ich für den evtl. rückweg aufgespart hatte.

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