tag 22 26.04.12 (mi 378,5) wrightwood bei carol

carol fährt mich morgens zum pct zurück und ich steige bei meile 369,5 wieder ein.

alles ist nebelverhangen, von der umgebung sehe ich nicht viel.

mount baden-powell!!! mein heutiger albtraum. ich hasse, hasse, hasse es, wenn ich eine strecke wieder zurück gehen muß. aber ich habe mich nicht weiter getraut!

bezwungen hab‘ ich den burschen aber viel weiter als über den gipfel bin ich nicht gekommen.
der weg rauf war schon extrem schwierig und zum ersten mal kamen die mikrospikes zum einsatz. vom trail war nichts mehr zusehen, aber das kannte ich ja schon vom letzten schneebedeckten berg. immer schön aufs gps schauen und schrittchenweise weiter. knietief einsinken, freistrampeln und weiter. ich glaube ich hab‘ für eine viertel meile min. eine stunde gebraucht.
bin dann schliesslich querfeldein auf den gipfel zu. konnte dabei auf den spuren eines bären laufen und bin deswegen nicht mehr so tief eingesunken.
ein paar tagesausflügler überholten mich ‚leichtfüssig‘ und legten weitere gute trittspuren denen ich folgen konnte. endlich oben angekommen freute ich mich schon, dass es jetzt ja nur noch einfacher werden könnte. denkste! keine spuren, kein weg, kein mensch unterwegs (die anderen waren wieder umgedreht) …ich also vorsichtig dem gps ( ich liebe, liebe, liebe es!!!) folgend auf dem versteckten trail weiter. zack…eingesunken…hüfthoch….sicher nur zufall…frei strampeln…weiter…zack…eingesunken….hüfthoch…usw.
da hatte ich die hosen dann doch gestrichen voll, so allein da oben. was wenn mir was passiert. hier kam und kommt ja offensichtlich schon lange keiner mehr vorbei! da hab‘ ich dann verweigert und bin, z.t. auf allen vieren, wieder zurück zum gipfel um dann auf den alten spuren missmutig  ins tal zu stapfen. mist!
ärgerlich! hätte ich nicht doch? es war doch nicht mehr weit…

runter gings recht schnell. auf den hosenboden setzen und huiiiii…
auf halber strecke treffe ich kyle und james, zwei tagesausflügler auf dem weg nach oben. mit schlechtem schuhwerk. ich warne sie vor der noch kommenden strecke und ziehe weiter ins tal.
nieselregen, wind. ich versuche carol anzurufen. keine verbindung möglich. unten, am parkplatz, angekommen versuche ich zu trampen und starre und lausche in die nebelsuppe…nichts! keine autos hier oben. 6 meilen weiter bis zur nächsten kreuzung? ein wagen parkt hier noch. der von kyle und james? warten bis sie vom gipfel zurück sind? erst mal wärmere sachen anziehen und regencape überwerfen. füsse sind nass und kalt. als ich mich schön verpackt habe erreichen james und kyle, die nicht mehr zum gipfel sind, ihr auto. und sie nehmen mich mit zurück nach wrightwood wo ich herzlichst von carol empfangen werde. heisse dusche, warmes essen, eiscreme, reden, lachen,  bett. gute nacht.

thank you very much for your help and support, carol. you are a really fascinating person!

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